4K Auflösung – Was bedeutet das eigentlich und für welche Einsatzbereiche geeignet?

Mit ungefähr 4.000 Pixeln in der Breite und damit noch schärfer als das Full HD, das etwa 1.000 Bildpunkte darstellt, setzt die 4K-Auflösung neue Maßstäbe. Ein detailreicheres Bild und eine deutliche Erweiterung des darstellbaren Farbraums sowie die High Dynamic Range-Technologie sind die Stärken der 4K-Auflösung, deren Einsatz im Fernseher, dem mobilen Display oder dem Computer-Monitor ursprünglich überhaupt nicht vorgesehen war.

 

Das Home-Entertainment mit 4K Auflösung

Während sich die Fernsehsender noch mit der Umsetzung des Full HD bzw. HDTV schwer tun, haben die großen Anbieter wie Sony und Microsoft längst den Markt erobert und sind bei der 4K-Auflösung mit neuesten Geräten und Systemen vertreten.

Die zukunftsweisende 4K-Auflösung, das K steht für Kilo, das die Zahl 1.000 repräsentiert, bietet die vierfache HDTV-Auflösung. Damit sind vier mal so viele Bildpunkte wie beim HD (High definition) Format beim Fernseher und Monitor darstellbar. Die 4K-Technik, offiziell nun als „Ultra HD“ bezeichnet, stellt 3.840 horizontale und 2.160 vertikale Bildpunkte auf dem Display dar.

Mit der 2-fachen HD-Breite und der 2-fachen HD-Höhe hat die 4K-Auflösung somit eine vierfach höhere Auflösung als das Full-HD – bei einer Mindestauflösung von 8 Millionen Pixeln. Das Full-HD, ein Standard der sich bei den zeigt hingegen gerade einmal 1.080 Pixel in der Höhe und 1.920 Pixel in der Breite.

 

4K Fernseher

4K Fernseher

 

Die Standards bei der 4K-Auflösung

Was die 4K-Auflösung dem Nutzer bietet, definieren die zur Kategorie gehörenden Substandards. QFHD (Quad Full High Definition), das auch als UHD (Ultra High Definition) bezeichnet wird, ist mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten der am häufigsten anzutreffende Substandard. Das echte 4K („Cinema 4K“) übertrifft mit seinen 4.096 x 2.304 Bildpunkten das UHD sowohl in der Breite als auch in der Höhe. Bei beiden Formaten mit ihren etwa 4.000 Pixeln in der Breite und 2.000 Pixeln in der Höhe spricht man auch von einer 4K2K (Viertausend-Zweitausend) Auflösung.

Ganz ohne Eingriff in die Hardware von Fernseher, Display und Monitor geht es nicht, denn mit einem Software-Update allein lässt sich 4K nicht realisieren. Die 4K-fähigen Konsolen erfordern neue Decoder-Chips, die auch mit den DRM-Systemen umgehen können. Ein Upgrade der HDMI-Schnittstellen, die bisher nur 30 Frames pro Sekunde leisten ist ebenfalls erforderlich: Das neue HDMI 2.0 erlaubt bereits eine Wiedergabe von 60 Frames pro Sekunde.

Damit ist beim Kauf auch auf die Anschlüsse des 4K-Gerätes zu achten, die für die Übertragung von Ultra-HD-Inhalten vorbereitet sein müssen

Beim Monitor und beim Fernseher sind Schnittstellen mit HDMI 2.0 oder höher sowie ein DisplayPort ab Version 1.2 für die Übertragung der 17,28 Gbit/s (2.160 MByte/s) vorbereitet.

 

 

Ein 4 Kilo schwerer Meilenstein für das Entertainment

Ursprünglich wurde die 4K-Auflösung für den Einsatz in Medizin und Bildung entwickelt. Auf dem 4K-Monitor ist dank der größeren Anzahl von Pixeln mehr Platz für Fenster und Icons. Das Display im medizinischen Bereich zeigt mit der UHD-Auflösung eine detailgenaue Darstellung und eröffnet damit auch in der Forschung neue Perspektiven.

Doch auch im Home-Entertainment-Bereich hat die 4K-Technologie Einzug gehalten, denn auch die heimischen Fernseher werden immer größer, die PC-Nutzer anspruchsvoller und die Gamer noch schneller bei immer realistischeren Darstellungen. Damit steigt beim Home-Entertainment der Bedarf für eine High-End-Technologie, die in Sachen Auflösung und Farbgebung mithalten kann. Für viele wird damit das technische Upgrade auf 4K durchaus sinnvoll.

Wenn auch die TV-Anstalten noch mit der Umsetzung von Full HD-Fernsehens (HDTV) beschäftigt sind, haben sich die Produzenten von Filmen bereits mit der Technik für die neue 4K-Auflösung ausgestattet. Auf Youtube findet sich bereits hochauflösendes Material für den 4K-Fernseher und -Monitor, doch insgesamt ist das Angebot an hochauflösenden Filmen derzeit noch sehr überschaubar. Beim Einsatz der 4K-Auflösung werden allerdings die weniger hochauflösenden HD-Signale auf dem hochskaliert, was durch Interpolieren (Berechnung) der fehlenden Bildpunkte erfolgt.

 

Innovative 4K-Technologie der Anbieter

Der Gaming-Monitor und riesige Fernseher zählen zu den gefragtesten Anwendungen für die 4K-Auflösung. Bei hoher Auflösung sind die vielen Fenster simultan im Bick und ermöglichen ein angenehmeres Arbeiten. Actionreiche Spiele, aber auch die Fotobearbeitung profitieren von der 4K-Auflösung, denn nicht nur im wissenschaftlichen Bereich ist Präzision gefragt. Ein Display der 4K-Klasse zeigt mit 3.840 x 2.160 Pixeln eine gigantische 28-Zoll-Bilddiagonale, auf der mit vielen Pixeln selbst die fein strukturierten Oberflächen der angezeigten Objekte zu erkennen und Farben von Landschaften originalgetreu wiedergegeben sind.

Hersteller wie Philips, AOC, Samsung und Asus sind auch mit dem zukunftsweisenden 4K-Display vertreten. Gerade bei der Foto- und Videobearbeitung bietet die 4K-Auflösung mit ihrer hohen Farbtreue und der scharfen Darstellung eine ganz neue Arbeitsqualität – und ein UHD-Monitor, wie der Samsung U28D590D, spielt dabei seine ganze Stärke aus.

Der gut ausgestattete Gaming-Monitor Philips 288P6 hat sich bei den Spielern bewährt, denn die brauchen schnelle Bildwechsel – die allerdings auch der U2868PQU von AOC beherrscht. Mit dem UHD-Gerät Bravia X90C präsentiert Sony den dünnsten 4K-Fernseher der Welt, denn der ist grade mal 4,9 Millimeter breit.

 

Für die Consumer – alles in 4K-Auflösung

Nach Full-HD schien der Markt für hohe Auflösungen gesättigt und Experten sahen wenig Bedarf an noch mehr Schärfe und Tiefe. Doch dann kam alles anders: Die Nachfrage nach dem 4K-Fernseher, -Monitor und dem mobilen Display steigt.

Erschwingliche Kameras und Smartphones, wie etwa die Modelle aus der Samsung Galaxy-Reihe, integrieren bereits die neue 4K-Techologie. Selbstverständlich lässt sich auch jeder Bildausschnitt dieser Geräte für eine HD-Produktion verwenden.

Während Filmträger mit mehr Speicherplatz als aktuelle Blu-rays noch nicht im Handel sind, haben sich bereits andere Player auf dem 4K-Markt in Position gebracht: Die Online-Videothek Netflix drängt mit ihren hochauflösenden Inhalten bereits auf den 4K-Publikumsmarkt. Auch die Playstation 4 und Xbox One sind mit einem 4K-Upgrade ausgestattet.

 

Blu-ray-Spezifikation für die 4K-Auflösung

Ende 2015 sollen neue Blu-ray Player und Disks für ultrahochaufgelöste Filme auf den Markt kommen. Panasonic präsentierte auf der CES bereits einen Prototypen und eine im Netz veröffentliche Spezifikation zum Blu-ray-Disk-Format nennt laut dem Mediendienst Heise HEVC als Kompressionsverfahren bei einer Datenrate von 100 Mbit/s. Die Speicherung von Filmen erfolgt demnach mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln.

Eine 4K-Auflösung („Cinema“) mit 4.096 x 2.160 Pixeln wird allerdings ebenso wie die 3D-Filme in Ultra-HD-Auflösung nicht unterstützt werden. Verbesserungen wird es aber im Farbraum geben, denn eine von 8 auf 10 Bit erhöhte Farbtiefe und eine höhere Dynamik durch die High Dynamic Range (HDR) Technik sind geplant. Fertiggestellt ist die Blu-Ray Spezifikation jedoch auch im Februar 2015 noch nicht.

 

Upgrade der Peripherie

Abgesehen vom 4K-Fernseher bzw. Monitor braucht unter Umständen auch der Rechner ein Hardware-Upgrade, denn das Berechnen der 8.294.000 Bildpunkte dauert und verlangt dem Grafikprozessor des PCs alles ab. Die obere Preisklasse der Computer-Hardware sollte mit einem DisplayPort und einem Top Grafikchip ausgestattet sein. Auch die Stromrechnung fällt mit der 4K-Auflösung höher aus,denn bei den 4K-Monitoren steigt der Verbrauch auf etwa 60 Watt – im Vergleich zu den bescheidenen 20 Watt der Full-HD-Modelle.

 

Mit Subpixeln zaubern

Auch wenn sie neue Maßstäbe setzt, bei der 4K-Auflösung ist noch lange nicht Schluss. Der Hersteller Sharp hat bereits den „Beyond 4K„-Fernseher ins Gespräch gebracht und kündigt damit eine „Pseudo 8k“-Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixeln an. Die fast 8-fache Full HD-Auflösung, die ebenfalls als UHD Bildformat (Ultra High Definition) klassifiziert ist, löst damit 16-mal so fein auf wie das Full HD. Der Beyond 4K-Fernseher von Sharp wird mit einer 80 Zoll Bilddiagonalen unter Einsatz der Quattron-Technologie noch mehr Subpixel generieren. Damit kommt der Beyond 4K-Fenrseher der Qualität einer tatsächlichen 8K-Auflösung sehr nah. Während der 4K Ultra HD Fernseher mit 24 Millionen Subpixeln aufwartet, zeigt der Beyond 4K UHD-Fernseher mit 66 Millionen Subpixeln fast drei mal so viel.

 

Demnächst – die Fortsetzung des Kilo-Krimis

Der chinesische Hersteller Haier hat auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas schonmal einen 5K-Fernseher vorgestellt, der nicht nur Blutdruck und Gewicht misst, sondern auch mit 105 Zoll – das sind 246 Zentimeter – Bildschirmdiagonale der größte Fernseher in der Runde war. LG zeigte im Januar 2015 bereits einen echten 8K-Fernseher, allerdings auch nur als Prototypen und ohne weitere Spezifikation. Auf dem Markt sind die Pseudo-8K-Fernseher noch nicht und der Hersteller Sharp verweigerte Angaben zu einem möglichen Lieferdatum, doch Gerüchten zufolge werden die Geräte in „absehbarer“ Zeit erwartet.

 

Fazit: 4K Auflösung ist einfach nur schön anzusehen

Info: Seit Anfang März 2015 kann man in Deutschland die neuen Samsung TVs mit SUHD (Nano-Chrystal HD) zum Beispiel auf Amazon (Partnerlink) kaufen. Die Geräte werden mit Tizen betrieben und setzen auf besonders umweltfreundliche Technologien. Die Preise bewegen sich zwischen 2.500€ – 25.000€. Weitere Informationen erhalten Sie auf Samsung.

 

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Kommentare

  1. Feivel 10. August 2015

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