Ajax StarterKit, Gebäudeschutz aus der Ukraine

Es ist ein kleines Unternehmen aus dem ukrainischen Kyiv, das ein neues, völlig kabelloses Sicherheitssystem nach Deutschland bringt. Etwa einhundert Mitarbeiter arbeiten an den Smart Home-Produkten, die künftig Haushalte in ganz Europa automatisieren sollen. Vier Jahre Entwicklungsarbeit steckt im Ajax StarterKit, über eine Millionen US-Dollar Investmentkapital sind in die noch junge, 2011 gegründete Firma Ajax Systems geflossen. Das Sicherheitssystem soll sowohl Privat- als auch Geschäftskunden ansprechen und mithilfe von Sensoren Immobilien vor Einbruch, Feuer und Überflutung bewahren. Dank der kabellosen Technik sind Sicherheitssysteme von heute besonders leicht zu installieren und werden auch für Privatpersonen zunehmend interessanter. Als Teil des Smart Homes lassen sie sich einfach selbst installieren und verwalten.

 

Ajax Hub @ Ajax

Ajax Hub @ Ajax

 

Der Ajax Hub

Sobald einer der Sensoren des Ajax StarterKit Alarm schlägt, sendet das System eine Benachrichtigung an das Smartphones seines Besitzers. Zeitgleich kann ein Alarm an eine Sicherheitsfirma oder die Feuerwehr abgesetzt werden. Ist das StarterKit einmal scharf geschaltet, überwacht es die zu sichernde Immobilie auf Bewegungen hin, ignoriert aber zugleich Tiere oder vom Luftzug verursachte Bewegungen. Zur Installation ist kein Fachmann vonnöten, man braucht nur etwas Platz, um die Sensoren an der Wand zu befestigen und um den zentralen Hub aufzustellen.

Der Hub ist die Schaltzentrale des Ajax-Systems, bei dem sämtliche Informationen, die durch die Sensoren und Geräte gesammelt wurden, zusammenlaufen. Zur Kommunikation untereinander verwenden die Geräte aus dem StarterKit seine selbst entwickelte Funktechnologie im 868.0-868.6 MHz-Bereich, die sich Jeweller nennt.

Jeweller deckt eine Reichweite von bis zu 2.000 Metern ab, innerhalb derer Sensoren und Geräte zuverlässig mit der Zentrale kommunizieren. Eine erstaunliche Leistung, beschränken sich doch etablierte Funkstandards wie Z-Wave und ZigBee auf gerade einmal 100-150 Meter. Selbstverständlich ist die Funkkommunikation zwischen den Geräten sicher verschlüsselt, Jeweller kann sogar gezielte Störversuche erkennen und umgehen. Zum Internet baut die Zentrale entweder durch Ethernet-Anschluss oder – beispielsweise im Falle eines Netzwerkausfalls – per GPRS eine Verbindung auf. Das System hält den Kontakt mit der Ajax Cloud, also den Servern des ukrainischen Herstellers.

 

Die Komponenten

Die Produkte aus dem StarterKit sollen eine Verbindung aus Kunst und Technik präsentieren. Tatsächlich kommen die Sensoren in einem ausgesprochen modernen wie ästhetischen Design daher und haben jede Menge modernster Sicherheitstechnik verbaut. Sie lassen sich – dank ihres kabellosen Designs – völlig frei im Haus platzieren. Gerade einmal 15 Minuten soll die Installation des gesamten Sicherheitspakets in Anspruch nehmen. Durch die Inbetriebnahme geleitet die zugehörige App, die sowohl für Apples iOS wie auch für Android-Geräte zur Verfügung steht. Hier werden auch sämtliche der installierten Geräte übersichtlich aufgelistet, auf Knopfdruck erhält der Nutzer detaillierte Informationen zu allen Funktionen der Komponenten. Bis zu sieben Jahre lang – je nach individueller Einstellung – halten die mitgelieferten Akkus in den Sensoren. Sorgen über leere Batterien müssen sich Käufer also keine machen – das System funktioniert auch über einen langen Zeitraum absolut zuverlässig und tauscht über die verschlüsselte Funkverbindung Daten über den Zustand der Immobilie aus.

 

Ajax Komponenten @Ajax

Ajax Komponenten @Ajax

 

Im StarterKit enthalten ist alles, was zu einer sinnvollen Sicherung einer Immobilie braucht. Es lässt sich außerdem jederzeit durch weitere Produkte aus dem Ajax-Ökosystem erweitern. Ein Schwerpunkt bei der Entwicklung lag auf der einfachen Bedienbarkeit des gesamten Systems. Und tatsächlich lässt sich Ajax mit wenigen Klicks ein- und ausschalten, durch weitere Komponenten erweitern oder aber in seiner Empfindlichkeit anpassen. Den Ukrainern ist es mit dem Ajax StarterKit gelungen, ein grundsolides Einstiegspaket in die Welt der Smart Home-Security zu schnüren. Im Set enthalten sind die folgenden Komponenten:

 

  • Ajax MotionProtect: Ein Bewegungsmelder, der Fehlalarme gezielt umgeht, indem er durch Luftzug ausgelöste Bewegungen oder die von Haustieren ignoriert. Der Sensor kann bis auf eine Entfernung von 12 Metern Bewegungen zuverlässig ausmachen und warnt daher schon beim ersten Schritt eines potenziellen Einbrechers.
  • Ajax DoorProtect: Der zweiteilige Sensor kann wahlweise an Türen, Toren oder auch an Fenstern angebracht werden. Er erkennt in Sekundenschnelle, wenn diese geöffnet werden und leitet diese Information sofort an die zentrale Schaltstelle, den Ajax Hub, weiter.
  • Ajax SpaceControl: Mit der kompakten, smarten Fernbedienung für die Hosentasche oder den Schlüsselbund lässt sich das gesamte Ajax Sicherheitssystem bequem steuern. Sie funktioniert bis auf eine Entfernung von 1.000 Metern vom Ajax Hub und kann damit auch bequem von Auto aus verwendet werden.

 

Ajax-App

Ajax-App

 

Ausblick

Für die Mitarbeiter von Ajax Systems steht fest, dass ihr StarterKit nur der erste Schritt hin zu einem vernetzten Wohnen und dem so genannten Internet der Dinge ist. Für diese Zukunftsvision, so glauben die Entwickler, müssen unsere Häuser aber zunächst einmal ein Stück sicherer gemacht werden. Schließlich sind bereits heute viele Sicherheitslücken in großen Smart Home-Systemen wie Apples HomeKit und Amazons Alexa bekannt. Das kleine Startup aus der Ukraine möchte seine eigene Vision des Smart Homes daher von Anfang an sicherer gestalten. Dazu bringt Ajax Systems zunächst die eigene Sicherheitstechnik in viele europäische Staaten, darunter Norwegen, Italien, Deutschland und die Niederlande. Ab 2017 sind die Geräte auch in den Vereinigten Staaten erhältlich.

Mehr Informationen über das Ajax StarterKit und Sicherheitssystem sind auf der Herstellerseite zu finden.

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