AllJoyn | Das Open-Source Framework

Wer ein eigenes Smart Home aufbauen möchte, hat mit einem Problem zu kämpfen: Stammen nicht alle Geräte aus einer Hand, so muss man zahllose unterschiedliche Dienstprogramme verwenden, zwischen denen die Interoperabilität kaum gegeben ist. Es mangelt an einem hochwertigen Framework, das dieses Problem löst. Vereinfacht gesagt: Die Steuerung von einem Smart Home ist oft Chaos, da die Software nicht zusammenpasst. Genau dieses Problem möchte AllJoyn lösen – wie es der Name, der zu deutsch „Alle schließen sich an“ bedeutet, bereits andeutet, handelt es sich um ein Open Source Projekt.

 

Leben im Smart Home

Leben im Smart Home


 

Das Konzept hinter AllJoyn

AllJoyn wurde 2011 erstmals vorgestellt und wird heute von der „Allseen Alliance“ vertrieben. Tatsächlich steht hinter dem Open Source Projekt Qualcomm, das vor allem als Chiphersteller Bekanntheit erreicht hat. Dass die Allseen Alliance AllJoyn anbietet, hat vor allem damit zu tun, dass die Philosophien zusammenpassen: Genau wie AllJoyn möchte auch die Allianz die Interoperabilität für das Internet der Dinge verbessern und hat dabei insbesondere das Smart Home vor Augen.

AllJoyn funktioniert über ein Peer-to-Peer (P2P) Netzwerk. Die Kommunikation zwischen Geräten, Anwendungen und Diensten kann so ermöglicht werden, unabhängig davon, um welchen Typ es sich genau handelt. Der Quellcode unterliegt der ISC-Lizenz, die garantiert, dass die Weiterbenutzung für jeden Interessenten ermöglicht ist.

 

 

Wie viel Potenzial bietet AllJoyn für das Smart Home?

Wirklich breit angenommen wurde das Projekt bislang nicht. Als Beispiel: Gerade einmal sechs Smart Home Gateways (z.B. D-Link Connected Hub und Insteon Hub) unterstützen AllJoyn. Ganze vier Geräte für die Automatisierung von Licht vertrauen auf das freie Framework. Im Bereich der Heizung sieht es kaum besser aus. Auch die Einbindung von Smart TV’s ist kaum möglich, lediglich LG hat eine Reihe entsprechender Fernseher gefertigt.

Die einzige Ausnahme ist der Audio-Bereich: AllJoyn ist sowohl im Bereich der Anlagen wie auch in dem der Apps breit aufgestellt. Wer hier eine Automatisierung anstrebt, dürfte finden, was er sucht.

 

Fazit: Derzeit noch keine Basis für das Smart Home

AllJoyn ist ohne jeden Zweifel ein spannendes und lobenswertes Projekt. Doch fehlt es bislang einfach an der nötigen Unterstützung, um wirklich ein Smart Home ausrüsten zu können. Der Sicherheitsbereich fällt beispielsweise bislang vollständig aus. Derzeit ist das Open Source Framework deshalb (noch) keine geeignete Basis für das Smart Home, ausgenommen für den Audio-Bereich.

Eine Liste der unterstützten Plattformen und Geräte finden Sie auf der Webseite von der Allseenalliance

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