Ambient Assisted Living (AAL) | Ein selbstbestimmtes Leben

Die Bezeichnung Ambient Assisted Living steht für Systeme und Dienstleistungen, die es älteren Menschen und Menschen mit Handicap ermöglichen, so lange wie es geht selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden zu leben. AAL, als Abkürzung für Altersgerechte Assistenz für ein selbstbestimmtes Leben, fasst technische Systeme, Dienstleistungen und Produkte zusammen, die dem hilfebedürftigen Menschen bei der Wahrung seiner Eigenständigkeit wirksam unterstützen. Er kann in seiner eigenen Wohnung wohnen und den Alltag allein meistern.

 

Ambient Assisted Living (AAL) - [contrastwerkstatt] stock.adobe.com

Ambient Assisted Living (AAL) – [contrastwerkstatt] stock.adobe.com


 

Für viele Senioren und Menschen mit Handicap geht mit dem Leben in den eigenen vier Wänden und in einer vertrauten Umgebung ein tiefer Herzenswunsch in Erfüllung. Informieren Sie sich über die vielschichtigen Möglichkeiten, die Ambient Assisted Living bietet, und beraten Sie innerhalb der Familie und mit den betreuenden Medizinern, welche Hilfe in Ihrem speziellen Fall notwendig ist, damit der pflegebedürftige Mensch in seiner Wohnung oder in seinem Haus wohnen bleiben kann.

 

 

Ambient Assisted Living – was ist darunter zu verstehen?

AAL umfasst ein ganzes System an Lösungen, das entwickelt wurde, um die Pflege von älteren Personen und von Personen mit Handicap zu vereinfachen. Das Pflegeheim oder die Seniorenresidenz soll nicht der einzige Ausweg sein, wenn ein älterer Mensch auf Hilfe angewiesen ist. AAL wurde vom Fraunhofer Institut ins Leben gerufen und unterliegt der ständigen Weiterentwicklung.

Die Technologien entsprechen den neuesten Standards. Sie sind einfach zu beherrschen und können nahezu unauffällig in das Leben und den Alltag der plfegebedürftigen Person eingebunden werden. Die Systeme werden an die spezielle Lebenssituation der betroffenen Personen angepasst und können bei Bedarf verändert oder erweitert werden. Smart Home Technologien werden eingesetzt, um immer wiederkehrende Prozesse selbstständig zu steuern. Ein Eingriff von außen durch ein Familienmitglied oder durch eine pflegende Person ist jederzeit möglich, denn der betreuungsbedürftige Mensch kann sich durch einen Knopfdruck bemerkbar machen.

Die vielschichtigen Systeme basieren auf einer hochmodernen Technik, die mitdenkt und deren Steuerung einfach und selbsterklärend ist. Smart Home verbindet Computertechnik mit der Steuerung von Hausgeräten und Abläufen, die dem Pflegebedürftigen vertraut sind.

Gerade Senioren, die in einer Zeit ohne die moderne Technik, die wir heute kennen, aufgewachsen sind, stehen technischen Neuerungen oftmals kritisch gegenüber. Es gibt die Angst, die Systeme nicht bedienen zu können oder Fehler zu machen, die zu einem Defekt der Technik führen können.

Mit den modernen Smart Home Technologien können älteren Menschen diese Ängste genommen werden. Sie lernen schnell damit umzugehen und sind in den meisten Fällen erstaunt, wie einfach und effektiv die Hilfe durch Technik sein kann. Wenn das Ziel des selbstbestimmten Lebens durch ein effektives Smart Home System erreicht wird, lässt sich der Pflegebedürftige gern darauf ein, vor allem dann, wenn er merkt, dass es ihm Smart Home ermöglicht, in seinen eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben.

 

 

Smart Home als Schlüssel zum selbstbestimmten Leben

Smart Home ist ein Begriff, der nicht aus der Pflege und Betreuung von behinderten und pflegebedürftigen Personen bekannt ist. Die modernen Technologien von Smart Home finden bis jetzt in Haushalten und Wohnungen ihren Einsatz, in denen keine behinderten oder pflegebedürftigen Personen leben.

Das Smart Home übernimmt viele Aufgaben, die bislang manuell bearbeitet werden mussten. Die Steuerung der Heizung, des Lichts, der Jalousien und die Überwachung von Häusern und Wohnungen können im Smart Home recht einfach realisiert werden. Das Internet spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle, denn es wird im Smart Home System eingesetzt, um die Systeme zu steuern und nachzuschauen, ob zu Hause alles in Ordnung ist.

Das vom Fraunhofer Institut entwickelte Ambient Assisted Living (AAL) System macht sich diese Technologien zu Nutze und erweitert sie für den Bedarf von Menschen, die eine Behinderung oder Pflegebedarf haben, aber dennoch selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden wohnen möchten.

AAL ist quasi als Erweiterung des Smart Home zu sehen. Die Technologien, die das Smart Home bei der Steuerung und Überwachung von Mechanismen im Haushalt zur Verfügung stellt, werden auch bei Ambient Assisted Living genutzt. So können Familienangehörige sich beispielsweise über ein Videosystem davon überzeugen, ob es den Angehörigen gut geht. Sie können mit ihnen sprechen, sich nach dem Befinden erkunden oder Hilfe holen. Des Weiteren ist es möglich, via Ambient Assisted Living Einkäufe zu organisieren, Medikamente zu beschaffen oder bei Bedarf einen Arzt zu rufen.

 

Hilfe kommt, wenn sie gebraucht wird

Alte und kranke Menschen, die allein wohnen möchten, profitieren in vielen Bereichen von der modernen Technik. Ambient Assisted Living ermöglicht ihnen beispielsweise, auf Knopfdruck Hilfe zu holen. Der Begriff Smart Home wird durch AAL dahingehend erweitert, dass ein Medizinischer Dienst wie die Malteser oder das DRK auf Knopfdruck alarmiert werden kann. Auf diese Weise können Personen, die körperlich eingeschränkt oder behindert sind, ganz einfach Hilfe im Notfall anfordern.

Dank Ambient Assisted Living ist Hilfe dann zur Stelle, wenn sie von dem pflegebedürftigen Menschen gebraucht wird. Die Vernetzung ist nicht nur in großen Städten, sondern auch in kleineren Orten möglich. Die Zusammenarbeit des Pflegepersonals mit dem Pflegebedürftigen erfährt durch AAL in Verbindung mit der Smart-Home-Technik eine neue Ebene, die für Senioren und Behinderte eine große Hilfe darstellt.

Sehr gute weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Fraunhofer-Allianz

 

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