API’s | Strategischer Wert für die Smart Home Entwicklung

Die Abkürzung API steht für „application programming interface“, ins Deutsche übersetzt bedeutet das so viel wie „Schnittstelle“ oder „Programmierschnittstelle“. API’s besitzen seit jeher einen immens hohen Wert, denn sie Verbinden das System mit Programmen oder wiederum andere Programme mit Basis-Programmen. Für das Smart Home wird dann schon deutlich, warum die Handhabung der Schnittstellen eine wichtige Rolle spielt – sie entscheidet darüber, wie flexibel das eigene Zuhause ist und wie herstellerunabhängig dieses eingerichtet werden kann.

 

API Schnittstelle - [WrightStudio] stock.adobe.com

API Schnittstelle – [WrightStudio] stock.adobe.com


 

Unterschiedliche Handhabung der Smart Home Hersteller

Nun gibt es natürlich keinerlei Vorschrift vom Gesetzgeber, die besagt, dass jedes Unternehmen auch eine offene, frei verfügbare Schnittstelle für Dritthersteller anbieten muss, mit denen diese gewissermaßen einen leichteren Markteinstieg erhalten würden. Vorteilhaft kann ein offenes System dennoch sein, auch für den Hersteller, der die offene Schnittstelle anbietet. So lässt sich das eigene System flexibel erweitern, während Dritthersteller sowohl an der Popularität als auch an den technischen Möglichkeiten beteiligt sind. Das Gegenstück wäre eine geschlossene API, aber auch da existieren im Smart Home Sektor gravierende Unterschiede.

Eine geschlossene und geheime API gibt Drittherstellern beispielsweise keinerlei Möglichkeiten, die eigenen Produkte in irgendeiner Art und Weise an das System vom ursprünglichen Hersteller anzubinden. Hierbei handelt es sich um ein völlig geschlossenes System, welches lediglich durch den Hersteller erweitert wird. Im Smart Home nutzen das vor allem die Marken Honeywell und Vivint. Die Alternative sind zwar geschlossene API’s, die aber für bestimmte Hersteller geöffnet werden. AT&T Digital Life ist ein Beispiel dafür, aber auch das Repertoire von Control4. In diesem Fall findet gewissermaßen ein offener Austausch zwischen den Partnern statt. Unternehmen können ihr eigenes Smart Home System (oder andere Produkte) also erweitern, bestimmen aber, wie und von wem diese erweitert werden.

 

Der offene Ansatz für API’s

Die große Alternative zu diesen geschlossenen API’s im Smart Home sind offene Schnittstellen, wobei auch hier zwischen zwei Varianten differenziert wird. So können Unternehmen für ihre Smart Home Produkte zwar eine offene API anbieten, deren Nutzung aber sowohl qualitativ als auch quantitativ einschränken, indem der Hersteller aktiv an der Präsentation und Ausstellung von Partnern beteiligt ist – ohne ein direktes Verbot auszusprechen. Stattdessen werden Produkte von Drittherstellern, mit denen der Hersteller gern kooperiert, über ein Siegel oder eine andere Bestätigung ausgezeichnet und aktiv mit in die Vermarktung aufgenommen. Bei einer vollständig offenen API existiert eine derartige Hervorhebung nicht. Diese Schnittstelle kann von tatsächlich jedem genutzt werden, so wie es im Smart Home Sektor Samsung Smart Things und Wink vorgeben.

 

API’s und die Smart Home Welt

Schnittstellen tragen nicht nur zur Nutzererfahrung bei, sie liefern auch das Fundament für die Strategie, die ein Unternehmen verfolgt. Offene Schnittstellen sind generell vorteilhafter für den Anwender, ein geschlossenes System hingegen kann, muss aber nicht die Flexibilität einschränken.

 

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