„Time.com“: Apples Smart Home. Was wissen wir?

Apples Smart Home: Die Schaltzentrale für zu Hause

HomeKit sorgt dafür, dass Ihr iPhone zur Schaltzentrale mutiert, mit der Sie künftig Ihre Haustechnik steuern können, schreibt die Time.

Das neue Betriebssystem iOS 8 macht aus Ihrem Zuhause ein Apple Smart Home: Intelligente Geräte werden miteinander verbunden und können darüber gesteuert werden. Ob Garagentor, Glühbirne oder Türschloss, alle Hausgeräte, die von Apple zertifiziert wurden, verbinden sich und werden zu einem Apple Smart Home. Damit hat Apple etwas geschafft, was viele Hersteller lange versucht haben: Mit dem Apple Smart Home gibt es einen Standard, der die Vernetzung des Hauses überhaupt erst möglich macht.
 

Moderner Smart Home Wohnbereich

Moderner Smart Home Wohnbereich


 

Keine Sprachverwirrung mehr dank W-Lan und Bluetooth

Bisher war es nicht möglich, die einzelnen Hausgeräte über eine gemeinsame Steuerung anzusprechen: Jeder Anbieter hatte sein geschlossenes System, das mit einem anderen Protokoll arbeitet: So kann sich der Fensteröffner des einen Herstellers eben nicht mit dem Thermostat der Heizung eines anderen Herstellers verständigen.

Apple will nun diese Systeme durch seine eigene, offene Technik ersetzen: Per W-Lan und Bluetooth sollen die Geräte in Ihrem Haus miteinander kommunizieren können. Da ein W-Lan-Router bei den meisten Nutzern von Internet ebenso vorhanden ist, die die Bluetooth-Technik in den Mobiltelefonen und Tablets, ist dies eine smarte Möglichkeit der Verbindung. Apple bündelt im HomeKit für Ihr Apple Smart Home die Funktionen, so dass Sie mit einer einzigen App sowohl die Tür schließen, als auch die Heizung regeln oder das Licht löschen können.

 

Siri wird das moderne Hausmädchen

Mit der Spracherkennung von Apple können Sie künftig Ihre ganze Haustechnik mit dem HomeKit steuern. Wenn Sie sagen: „Siri, ich gehe ins Bett“, löst Ihr iPhone daraufhin alle gespeicherten Befehle aus. Dazu brauchen Sie Ihr Telefon nicht einmal mehr in die Hand zu nehmen, die Spracherkennung hört auch dann zu, wenn Sie nur angesprochen wird. Damit wird Ihr Haus so komfortabel, als hätten Sie jederzeit ein digitales Hausmädchen, das für Sie auf Befehl arbeitet. Sie reguliert die Heizung ebenso, wie sie die Jalousien oder Vorhänge bedient.

Die Integration von HomeKit wird für Sie als Verbraucher völlig problemlos sein: Wenn Sie schon einmal die Technologie von Apple bedient haben, um damit Ihre Musik per Audio-Streaming zu hören oder ein Video drahtlos zum TV übertragen haben, dann haben Sie eine Vorstellung davon, wie das Apple Smart Home künftig funktionieren wird. Sie sagen Siri einfach, welche Zimmer oder welche Geräte sie bedienen soll – und Siri führt das aus. Sie können dabei nicht nur einzelne Zimmer, sondern auch die ganze Etage definieren. Siri macht, was immer Sie wollen. Was auch immer Sie wünschen, wenn Sie zu Hause ankommen, Sie sagen mit dem HomeKit Siri Bescheid – und Sie öffnet auf Wunsch Ihr Garagentor oder schaltet die Lichter ein.

 

Homekit von Apple

Homekit von Apple @apple.com

 

Aus dem iPhone wird die Steuerungszentrale

Das iPhone mit dem Betriebssystem iOS 8 ist bereits dafür ausgelegt, das HomeKit für das Apple Smart Home zu werden. Alles, was Siri dazu braucht, sind die drahtlosen Verbindungen zu den einzelnen Systemen oder Produkten. Dabei ist besonders die BlueTooth-Technologie geeignet, um die Sprachbefehle und die Vernetzung zwischen den Geräten herzustellen und mit dem HomeKit zu vernetzen. Mit dieser offenen Technologie lässt sich prinzipiell fast jedes Smartphone vernetzen, während die AirPlay-Stream-Technologie speziell dafür gebaute Geräte voraussetzt und fast nur in Geräten von Apple eingesetzt wird.

Damit Sie auch in Ihrem Apple Smart Home mit dem HomeKit sicher sind, verschlüsselt Apple die dafür nötigen Befehle. Diese lassen sich nur von den entsprechend zugeordneten Geräten in deren Hardware entschlüsseln, so dass Ihr persönliches Apple Smart Home sicher vor einem Angriff durch Hacker sein wird. Bisher arbeitet Apple mit drei Anbietern zusammen, die gemeinsam die entsprechenden Chips für das HomeKit bauen: Das sind neben Texas Instruments auch noch Broadcom und Marvell. Anbieter anderer Smart-Home-Systeme haben zunächst das Nachsehen: Siri kann sie nicht erkennen. Dazu gehören auch andere Produkte, selbst von Apple. Mit dem HomeKit wird es Stück für Stück möglich sein, einige von ihnen zu aktualisieren und dann in Ihrem Apple Smart Home zu integrieren.

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