Eclipse SmartHome – das Framework für das Smart Home

Der Begriff Eclipse SmartHome steht nicht für eine noch weitere Smart-Home-Plattform, sondern für ein Framework, das die Entwicklung von Lösungen für das intelligente Heim vereinfacht. Trotzdem ist dieses Framework nicht nur für Softwareentwickler interessant. Eclipse SmartHome ist quelloffen und verbindet bereits eine Reihe namhafter Systeme miteinander. Damit ist es wie geschaffen für die Entwicklung von herstellerunabhängigen, systemübergreifenden Smart-Home-Lösungen.

 

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Eclipse SmartHome – ein junger Leitstern für die Heimautomatisierung

Wenn Sie selber programmieren, ist der Name Eclipse für Sie wahrscheinlich kein unbekannter. Als quelloffene, systemunabhängige Entwicklungsumgebung, die ursprünglich von IBM entwickelt wurde, erleichtert Eclipse seit November 2001 die Programmierung und das Testen von PC-Anwendungen, Apps für Smartphones oder Tablets und anderer Software. Diese IDE, die Eclipse Platform, ist zwar ein besonders prominentes, aber längst nicht mehr das einzige Projekt, das unter dem Dach der 2004 gegründeten Eclipse Foundation entwickelt wird. Seit Ende 2013 gehört auch Eclipse SmartHome dazu, das Framework für die herstellerunabhängige Ansteuerung von Komponenten der Heimautomatisierung, das ursprünglich 2010 als openHAB entstanden ist. Einige Teile des Systems werden nach wie vor unter dem alten Namen weiterentwickelt. Sie sollten sich daher nicht wundern, wenn Sie im Zusammenhang mit Eclipse SmartHome auf openHAB und davon abgeleitete Namen stoßen.

 

 

Was leistet Eclipse SmartHome?

Eclipse SmartHome ist modular aufgebaut und lässt sich über sogenannte Bindings mit verschiedensten Systemen verknüpfen. Es gibt beispielsweise Bindings für Smart-Home-Komponenten bestimmter Hersteller, wie etwa die Marken Fritz, Netatmo oder Philips Hue, es gibt Bindings, die spezifische Heimvernetzungs-Standards unterstützen, zum Beispiel EnOcean, HomeMatic oder KNX, und es gibt Anbindungen für allgemeine, im Internet übliche Datenübertragungsprotokolle, etwa für Webseiten (HTTP), Zeitsynchronisation (NTP), das Remote Management mit SNMP oder den Netzwerkdruck über CUPS. Auch die Smarthome- Platform Yetu nutzt das Eclipse Smarthome Framework.

Nachdem die Deutsche Telekom (Telekom Smart Home und QIVICON) der Eclipse Foundation im August 2014 als Solution Member beigetreten ist, geht es auch mit der Integration von Eclipse SmartHome und Qivicon voran. Die von der Telekom initiierte Plattform öffnet das Smart-Home-Framework nun auch für Softwareentwickler und bringt sie dem Design-Ziel einer herstellerunabhängigen Lösung näher.

 

Fazit

Eclipse SmartHome bietet gerade in der Verbindung mit der Smart-Home-Plattform Qivicon eine erfolgversprechende Chance, die zahlreichen, zueinander weitgehend inkompatiblen Smart-Home-Lösungen in einen gemeinsamen Rahmen zu integrieren. In der Qivicon-Allianz sind bereits etliche namhafte deutschen und internationale Unternehmen aktiv, unter anderem der Technologieanbieter eQ-3, Miele, Samsung und der Energieversorger EnBW. Das Framework Eclipse SmartHome erleichtert mit seinem modularen Konzept, die unterschiedlichsten Systeme miteinander zu verknüpfen. Als Anwender brauchen Sie sich dadurch nicht mehr auf ein bestimmtes System festlegen, sondern können Komponenten unterschiedlicher Hersteller kombinieren. Das dürfte auch die Akzeptanz von Smart-Home-Lösungen insgesamt verbessern.

Weitere Informationen erhalten Sie auf Eclipse Smarthome

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