EEBus – Freie Version 1.0 verbindet Smarthome und Smartpower

Mit der Version 1.0 ist die EEBus Spezifikation erstmalig für die allgemeine Verwendung freigegeben und zudem öffentlich zugänglich, also auch für Nichtmitglieder des EEBus Initiative e.V. verfügbar. Die Öffnung der Standards war von Anfang an geplant, aber eben erst für ein voll funktionsfähiges System. Ziel des Projekts ist die Interoperabilität bestehender IoT Standards unter Einschluss einer intelligenten Energieerzeugung und -versorgung.

 

Logo der EEBus Initiative

EEBus Initiative @eebus.org

 

Was bedeutet die Offenlegung der EEBus Spezifikation?

Die erstmalige Veröffentlichung der EEBus Standards ist ein entscheidender Schritt für das Projekt, auch weil die bisher nichtöffentlich vorangetriebene Entwicklung der Spezifikationen ein wesentlicher Kritikpunkt war. Dabei soll nicht übersehen werden, dass eine frühzeitige Veröffentlichung ein Risiko beinhaltet, dass Anwender noch nicht endgültig festgelegte Bestandteile bereits in der Praxis nutzen. Dadurch können sie Fakten schaffen, die später eine optimale Gestaltung der Standards behindern. Andererseits zeigt gerade das Internet, dass es auch anders geht. In den sogenannten Internet-Drafts, die von der Internet Engineering Task Force (IETF) verwaltet werden, sind für das Internet relevante Definitionen von Protokollen und sonstigen Standards bereits im frühen Entwurfsstadium öffentlich einsehbar, noch bevor überhaupt klar ist, ob sich daraus ein neuer Internet-Standard, ein Request for Comment (RFC) entwickelt. In Bezug auf EEBus ist diese Diskussion mit der Veröffentlichung der Spezifikation allerdings obsolet.

 

Wer braucht EEBus?

Der EEBus verbindet gängige Smart Home Protokolle wie KNX , ZigBee sowie das Internet-Protokoll IP mit Energiemanagementsystemen, die beispielsweise für die intelligente Stromversorgung in einem Smart Grid notwendig sind. Die EEBus Initiative schließt dazu Lücken in den einzelnen Spezifikationen, kooperiert mit nationalen, europäischen und internationalen Organisationen und legt selbst neue Standards fest. Bedeutendster internationaler Partner ist die im Februar 2016 aus dem OIC und der AllSeen Alliance hervorgegangene Open Connectivity Foundation (OCF), die nach dem Zusammenschluss das größte industrielle Standardisierungsgremium für das IoT darstellt. Auch der Name Microsoft fehlt hier nicht. Weiterführende Informationen zum Standard selbst und zur Freigabe der Spezifikation 1.0 hat die Initiative in Ihrem News-Bereich veröffentlicht.

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