EEBus | Für das Internet of Things und das Smart Home

Was macht die EEBus Initiative und wofür steht Sie? Smart Home und Internet of Things (Internet der Dinge) sind in aller Munde. Immer weitere neue Technologien und Standards werden der Öffentlichkeit präsentiert; verschiedene Initiativen treiben die Entwicklung dabei immer weiter voran. Als eine der führenden und maßgeblichen Initiativen im Hinblick auf das Internet of Things gilt die EEBus Initiative. Sie fungiert als treibende Kraft bei der konsequenten Standardisierung der Errungenschaften rund um das Internet of Things. Genau genommen beschreibt der EEBus die Nutzung bestehender Kommunikationsprodukte, -normen sowie -standards. Durch eben eine explizite Standardisierung soll es dabei Haushalten und Energieversorgern nachhaltig ermöglicht werden, Dienste und Anwendungen zur Erhöhung der Energieeffizienz auszutauschen.

EEBUS @ eebus.org

EEBUS @ eebus.org

 

EEBus soll Interoperabilität für alle Nutzer gewährleisten

Der EEBUS geht aus dem Förderprogramm E-Energy bzw. aus dessen Teilprojekt Smart Watts hervor, das gemeinsam vom BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) und dem BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) aufgelegt wurde. Die im Rahmen von EEBus erfolgte Fokussierung auf die Standardisierung von Smart Home bzw. vom Internet of Things verfolgt dabei grundsätzlich das Ziel, eine diesbezügliche gewerke- und technologieübergreifende Interoperabilität für jeden Nutzer zu gewährleisten. Der EEBus ist in diesem Kontext als Schnittstelle zwischen der hausinternen Kommunikation und dem stetigen Datenaustausch mit dem jeweiligen Energieversorger zu verstehen.

 

Internet of Things: Flexibilisierung beim Tausch von Energiemanagementfunktionen

Um flexible Lösungen bzw. Standards zu kreiieren, ist der EEBus nicht auf eine bestimmte Gerätegattung fixiert. Diese Ausrichtung ist aber einfach nur logisch, da es sich noch bei Weitem nicht herauskristallisiert hat, welche Art des Hauszugangs zukünftig die dominierende Rolle beim Transfer von Energiemanagementfunktionen einnehmen wird. Diesbezügliches Potenzial besitzen zahlreiche Formen des Hauszugangs. So gelten zum Beispiel sowohl reine Router-Lösungen oder so bezeichnete Energy Management Gateways als auch intelligente Stromzähler (Multi Utility Controller; MUC) als erstklassige Lösungsalternativen. Das Hauptaugenmerk richtet EEBus dabei auf die Segmente Energy, Home & Building sowie auf Connected Devices (Lüftung, Klima, Heizung, weiße Ware); zudem ist mit dem Bereich Connected Car ein weiterer Faktor hinsichtlich der smarten Konnektivität entstanden.

 

Internet of Things: EEBus schafft internationale Akzeptanz und globale Standards

Damit zukünftig eben auch im Bereich Connected Car eine internationale Akzeptanz erreicht sowie allgemeingültige globale Standards kreiert werden können, ist nunmehr auch der Automobilverband VDA der Initiative EEEBus beigetreten. In Zusammenarbeit mit den anderen in der Initiative zusammen geschlossenen Unternehmen, wie zum Beispiel Bosch, E.ON, Intel. Vaillant, Liebherr, Miele, Telekom, Kabel Deutschland oder ABB sollen in der Zukunft auch Autos mit der Wohnung respektive dem Haus kommunizieren können.

Außerdem ist geplant, dass Elektroautos in naher Zukunft quasi als fahrende Energiespeicher im Smart Grid fungieren sollen. Grundsätzlich aber möchte EEBus die beim Internet of Things bzw. beim Smart Home genutzten Standards zwecks Kompatibilität miteinander kombinieren bzw. vereinen. So sollen dann an sich autarke Kommunikationssysteme wie zum Beispiel Enocean, KNX, M-Bus, Z-Wave, KNX-RF, Zigbee, BLE oder 6LoWPAN systemübergreifend agieren können.

 

Abbildung der Struktur des EEBus

Struktur des EEBus @ wikipedia.org

 

EEBus berücksichtigt ausgewählte Standards

Momentan berücksichtigt EEBus die ausgewählten Standards KNX, Zigbee sowie TCP/IP. Während letzterer immer dann zum Einsatz kommt, wenn ein bestehendes Rechnernetzwerk mitgenutzt wird, dient Zigbee als explizite Funklösung im 2,4-GHz-Band. Auf KNX greift EEBus zurück, um die Datenübertragung via Stromleitung (KNX PL) sowie via Funk (KNX RF) im 868-MHz-Band zu ermöglichen. Um eine zuverlässige Verbindungsstruktur zu garantieren, sind im EEBus für jedes dieser Systeme ein eigener Software-Adapter sowie eine passende Hardware-Plattform integriert. So sorgt EEBus sowohl für die Einbindung des entsprechenden Protokolls als auch für eine funktionierende physische Ankoppelung. Dank dieses modularen Aufbaus können künftige Ergänzungen vergleichsweise leicht integriert werden.

 

Fazit: Auszeichnungssprache XML wird von EEBus benötigt

Eine entscheidende Rolle spielt allerdings XML (Extensible Markup Language), die als erweiterbare Auszeichnungssprache hierarchisch strukturierte Daten als Textdateien darstellt. Dieser Standard ist unabdingbar, da der Energieversorger bei seiner Kommunikation mit Ihnen eine vom jeweiligen Gerät möglichst abstrahierte Perspektive bzw. eine vorzugsweise einheitliche Sicht auf den Haushalt benötigt. XML ist für eine Aufgabe dieser Art prädestiniert, wobei der Network Layer oder Core die Informationen bzw. Daten wie etwa Strompreissignale für die Protokolle der involvierten Haushaltsgeräte „übersetzt“. Des Weiteren ist der Network Layer für die Verständigung der Geräte über Protokollgrenzen hinweg verantwortlich.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von eebus

 

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Kommentare

  1. Anonymous 13. Februar 2016

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