Einfache Sicherheitssysteme – 5 All-In-One-Kameras im Vergleich

Noch nie war es so einfach, das eigene Heim vor Einbruch zu schützen: All-In-One-Kameras lassen sich ohne technisches Vorwissen installieren und sind komfortabel zu bedienen. Per Smartphone sind die Besitzer immer mit ihrem Zuhause verbunden. Hier unser kleiner Vergleich von 5 All-In-One-Kameras.

 

Die besten All-In-One-Kameras

Wir stellen 5 All-In-One-Kameras vor.

 

Rundum-Sorglos-Kameras mit Cloud-Anbindung

Für ein Plus in Sachen Sicherheit sorgen moderne All-In-One-Kameras, die das eigene Heim vor Einbruch bewahren. Sie sind besonders kompakt und lassen sich überall im Haus unauffällig platzieren. Ihre Besonderheit: Für die Installation und Inbetriebnahme sind heute keinerlei technische Kenntnisse mehr nötig. Die Geräte benötigen lediglich einen Stromanschluss sowie den Zugang in das heimische WLAN. Über die zugehörige App, die auf das Smartphone geladen wird, haben die Besitzer Zugriff auf die Bilder, die die Kamera liefert. Zusätzliche Geräte, wie einen Datenspeicher für die aufgenommenen Videos oder einen Server für die Anbindung an das Smartphone benötigt der Käufer nicht, dieser Part wird vollständig vom Hersteller übernommen.

Für den Kunden ergibt sich daraus ein großer Vorteil, was die einfache Einrichtung und Handhabe betrifft. Als kleiner Wermutstropfen zu verstehen ist allerdings der Umstand, dass sämtliches Videomaterial, das im eigenen Heim aufgenommen wird, in der Cloud, konkret also auf den Computern des Herstellers, landen. Der Nutzer muss die eigenen, sehr privaten Bilder also erst einmal aus der Hand geben. Dafür wird er meistens noch zusätzlich zur Kasse gebeten, denn die volle Funktionalität der Kameras sowie der Zugang zum gesamten Bildmaterial sind in der Regel mit einem monatlichen Abo-Preis verbunden.

So entstehen über den Anschaffungspreis hinaus Kosten. Zu empfehlen sind diese All-In-One-Kameras dennoch für jedermann, der ein einfaches Sicherheitssystem mit überschaubarem Kostenaufwand einrichten möchte. Die Auswahl ist groß, die Ausstattung moderner Geräte jedoch grundsolide. Zum aktuellen Standard zählen neben Aufnahmen in HD-Qualität Weitwinkelobjektive, die einen ganzen Raum erfassen können, integrierte Sirenen, Bewegungsmelder sowie eine Nachtbildfunktion.

 

Piper nv: Bestens vernetzt

Piper nv nimmt nicht nur Bilder mit ihrem 3,4 Megapixel-Sensor und einem 180° Grad-Blickwinkel auf, sie hat zugleich auch zahlreiche Sensoren an Bord, die Bewegung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Geräusche und Helligkeit messen. Ergänzt wird diese Ausstattung durch eine integrierte, 105 dB laute Sirene. Sensoren, Kamera und Sirene bilden gemeinsam ein vollständiges Sicherheitssystem im Kleinen: So reagiert das Gerät auf Bewegung, löst die Sirene aus und benachrichtigt die Bewohner mit einer entsprechenden Videoaufnahme. Selbst für die Dunkelheit ist die Piper nv dank Infrarot bestens gerüstet. Darüber hinaus kann die Piper nv als Anschlusspunkt weiterer Smart Home-Geräte genutzt werden, die mit dem Z-Wave-Funkstandard funktionieren. Dazu zählen beispielsweise Geräte der Hersteller Devolo und Fibaro. Auf diese Weise lässt sich das Sicherheitssystem um Tür- und Fenstersensoren ergänzen, die Kamera kann also auch bei einem versuchten Einbruch Alarm schlagen. Mittels über Funkschalter angeschlossene Lampen lässt sich außerdem die Anwesenheit der Bewohner simulieren.

 

Piper - die smarte Überwachungskamera

Piper – die smarte Überwachungskamera

 

Über die kostenlose App Piper Mobile für iOS und Android lassen sich drei verschiedene Modi definieren, die Funktionen der Kamera zu- oder abschalten, je nachdem, ob die Bewohner zuhause oder unterwegs sind oder die Kamera inaktiv ist. Auf diese Weise schlägt die Kamera auch wirklich nur dann bei Bewegung und Geräuschen Alarm, wenn sich die Bewohner nicht zuhause aufhalten.

Benachrichtigungen verschickt sie je nach Einstellung per Push-Benachrichtigung auf das Smartphone, über E-Mail, SMS oder Anruf. Die App kann aber noch mehr: Sie verfügt über einen integrierten Panik-Button, ein Wisch über das Display genügt, um im Notfall die Sirene zu aktivieren.

Dank einem integrierten Zwei-Wege-Audiosystem kann der Besitzer außerdem aus der Ferne in die Geschehnisse zuhause eingreifen, um beispielsweise Familienmitglieder zu kontaktieren oder den Hund zu ermahnen, nicht auf die Couch zu springen. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten sind bei Piper nv sämtliche Funktionen im Anschaffungspreis von ca. 281 Euro bereits enthalten, einen monatlichen Abo-Preis müssen die Käufer also nicht zahlen.

 

Das Canary Smart Home Sicherheits-System mit vielen Sensoren

Canary – Smart Home Sicherheitssystem @ canary.is

 

Canary: Vollautomatisierte Überwachung

Mit einer ähnlich umfassenden Ausstattung kommt die Kamera Canary daher, sie kann ebenfalls HD-Videomaterial aufnehmen, verfügt über einen Nachtsichtmodus, Bewegungsmelder, Sirene, Sensoren für Temperatur, Lufftfeuchtigkeit- wie Qualität und immerhin ein 147° Grad-Weitwinkelobjektiv. Trotz integriertem Mikrofon müssen Käufer dieses Modells allerdings auf die Zwei-Wege-Kommunikation verzichten.

Ähnlich wie die Piper nb setzt auch Canary auf fest definierte Betriebsmodi, die zwischen der Ab- und der Anwesenheit der Bewohner unterscheiden. Als Alleinstellungsmerkmal kann Canary aber vollkommen selbständig zwischen diesen Modi umschalten, sie erkennt von allein, ob sich aktuell jemand im Haus befindet. Für diese Funktion greift die Kamera auf die Standortinformation der jeweiligen Nutzer zurück, dies geschieht über die Standortdaten der Smartphones, auf denen die zugehörige App installiert ist. Sobald sämtliche Bewohner das Heim verlassen haben, wird die Kamera ohne weiteres Zutun der Nutzer auf den Unterwegs-Modus wechseln und alle Ereignisse mitsamt HD-Video an das Besitzer-Smartphone weitergeben. Dieser kann über die App bei einem Notfall die 90 dB-Sirene aktivieren oder aber direkt Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr informieren. Sobald einer der Bewohner das Haus wieder betritt, wechselt die Kamera autonom in den Zuhause-Modus. Auf Wunsch wird die Kamerafunktion dann komplett deaktiviert, um die Privatsphäre der Bewohner zu schützen.

Einmalig kostet die Kamera Canary ca. 200 Euro und wird mit einer kostenlosen App für iOS und Android ergänzt. Sämtliche aufgezeichneten Videos werden ausschließlich in der Cloud gespeichert, für den Zugriff ist ein kostenfreies Konto bei Canary erforderlich. Ein kostenpflichtiges Abonnement ist nur dann erforderlich, wenn ein Zugriff auf mehr als 12 Stunden Videomaterial erwünscht ist. Die Weboberfläche präsentiert sämtliche Videos übersichtlich in einer Timeline und dokumentiert auf diese Weise auch das Kommen und Gehen sämtlicher Nutzer. Fazit: Ein tolles und ausgereiftes System. Unsere Hausüberwachung läuft komplett über Canary.

 

Canary Flex Wandmontage aussen

Canary Flex Wandmontage aussen

 

Myfox Security Kamera: Fest verbaute Privatsphäre

Mit Gerätemaßen von gerade einmal 4,3 x 9 cm präsentiert sich die Myfox Security Kamera klein und unauffällig. Ihr besonderes Design verfügt über eine motorisierte Blende, die heruntergefahren werden kann, sobald der Nutzer keine Überwachung wünscht. Damit ist auf einen Blick leicht zu erkennen, wann die Privatsphäre geschützt ist und wann die Kamera „scharf“ geschaltet ist. Selbstverständlich wird im inaktiven Modus auch das integrierte Mikrofon ausgeschaltet. Weiter kann die Myfox Security Kamera mit einem fest verbauten Akku punkten, der Stromausfälle bis zu einer Stunde überbrückt. Auch WLAN-Ausfälle verkraftet das Gerät, es überträgt die zwischengespeicherten Daten einfach, sobald eine Verbindung wiederhergestellt ist.

 

My fox Kamera

My fox Kamera

 

Ansonsten entspricht die Ausstattung der kleinen Kamera weitgehend dem Standard: Sie liefert Bilder in HD-Qualität, verfügt über ein 130° Grad-Weitwinkelobjektiv, einen Nachtsichtmodus sowie einen Wärmesensor, der auf Bewegungen reagiert. Als Besonderheiten sind der integrierte Vierfach-Zoom zu nennen, der auch Details im Live-Videobild erkennen lässt, sowie die dank verbautem Mikrofon und Lautsprecher ermöglichte Zwei-Wege-Kommunikation zu nennen.

Eine softwaregestützte Bildanalyse verhindert, dass die Alarmfunktion der Kamera durch Haustiere ausgelöst wird. Um diese Funktion noch zu verfeinern, wird der Hersteller die Myfox Security Kamera mit einem Erkennungsbereich ergänzen, über den der Nutzer Bereiche des überwachten Raums von der Überwachung ausschließen kann. Damit lässt sich beispielsweise verhindern, dass das Fernsehbild die Bewegungserkennung auslöst.

Die Myfox Kamera kostet etwa 200 Euro und wird mit einer kostenlosen App für iOS und Android geliefert. Zusätzliche Kosten entstehen dem Nutzer allerdings durch ein recht rigides Abo-Modell, da sich gespeicherte Videos ausschließlich über Bezahlung einsehen lassen. Bereits der Zugriff auf Videos des vergangenen Tages kostet 5 Euro monatlich, einen erweiterten Zugriff lässt sich der Hersteller mit 10 Euro bezahlen. Käufer, die nicht bereit sind, den Abo-Preis zu zahlen, erhalten lediglich Zugang zum Live-Bild der Kamera sowie Push-Nachrichten auf das Smartphone bei erkannten Bewegungen.

 

Smartfrog: Details im Blick

Mit einem Preis von rund 150 Euro ist die Kamera Smartfrog das kostengünstigste Modell in diesem Vergleich. Dennoch spart sie nicht bei der Ausstattung: Wie die anderen Geräte auch hat sie HD-Videobilder, Nachtsichtfunktion, Bewegungsmelder und sogar eine Zwei-Wege-Audioübertragung mit an Bord. Dafür verzichtet der Hersteller auf weitere Sensoren.

Als Alleinstellungsmerkmal verfügt das Objektiv über einen achtfachen Zoom: Damit lassen sich auch kleine Details im Videobild erkennen – eine praktische Funktion, um beispielsweise den Familienhund im Auge zu behalten. Ähnlich wie die Canary erkennt auch Smartfrog ganz selbständig anhand der GPS-Daten der eingebundenen Smartphones, welche Familienmitglieder gerade zuhause sind. Push-Benachrichtigungen sendet sie ausschließlich während der Abwesenheit aller Bewohner. Für ca. 150€ auf Amazon erhältlich.

 

Smartfrog Kamera

Smartfrog Kamera

 

Wie für All-In-One-Kameras üblich, überträgt sie das aufgenommene Videomaterial an einen Cloud-Speicher, wo es für 30 Tage lang gesichert wird. Um der Kamera auch über die reine Sicherheitsfunktion hinaus einen Nutzen zu verleihen, hat der Hersteller die Funktion integriert, die Videos auf Wunsch über ein soziales Netzwerk zu teilen. Auf diese Weise lässt sich Smartfrog auch als private Kamera nutzen. Ein Abo müssen die Käufer nicht zwingend abschließen. Es besteht allerdings das Angebot, die Kamera über ein monatliches Abo von 6 Euro zu mieten. Darin enthalten sind die Kamera selbst, die zugehörige App sowie der volle Videospeicher.

 

BuddyGuard Flare: Intelligenter Wächter

Nicht nur eine einfache Kamera, sondern eine richtige künstliche Intelligenz will BuddyGuard Flare sein. Das Gerät agiert weitestgehend selbständig und erhebt den Anspruch zu erkennen, ob eine Gefahrenlage vorliegt oder nicht. Dazu ist der diskusförmige Wächter nicht nur mit einer HD-Kamera sondern auch mit Sensoren für Temperatur, Bewegung und Spracherkennung sowie mit Lautsprecher, Mikrofon und Zwei-Wege-Kommunikation ausgestattet. Über eine intelligente Gesichtserkennung und Identifizierung der Stimme analysiert BuddyGuard Flare die gesammelten Daten dahingehend, ob der Besitzer, Familienmitglieder oder bekannte Nachbarn im Zuhause zugegen sind. Lediglich bei der Anwesenheit von Unbekannten wird das System Alarm schlagen.

 

BuddyGuard Flaire

BuddyGuard Flaire

 

Einstellungen lassen sich bequem per Spracheingabe vornehmen, dabei reagiert BuddyGuard Flare ausschließlich auf die Eingaben seines Besitzers, den er über die intelligente Software anhand von Gesicht und Stimme identifiziert. Über Standortdaten des Smartphones erkennt das System, sobald die Bewohner nachhause zurückkehren und deckt zum Schutz ihrer Privatsphäre selbständig seine Kameralinse ab. Harmlose Bewegungen wie die von Haustieren registriert das Gerät zwar, wird sich in solchen Fällen aber gegen eine Benachrichtigung des Besitzers per Push-Funktion an das Smartphone entscheiden.

Aktuell ist BuddyGuard Flare ausschließlich über die buddyguard.io für  399 Euro erhältlich. Über ein zusätzliches monatliches Abonnement lassen sich seine Funktionen noch ergänzen. So kann beispielsweise die Telefonnummer eines Sicherheitsdienstes hinterlegt werden und eine Verbindung über das Mobilnetz als Backup genutzt werden, sollte das WLAN einmal ausfallen.

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Kommentare

  1. Thomas Stops 12. November 2016

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