Dialog unter Maschinen: Google arbeitet an der Smart Home Revolution

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O hat der Technologiegigant seine neue Revolution für den Smart Home Bereich vorgestellt: Weave und Brillo sind respektive eine eigene Sprache für Geräte und ein minimalistisches Betriebssystem, mit dem sich technische Geräte miteinander vernetzen lassen. Der Konzern, der vor allem für seine Suchmaschine und das Android-OS bekannt ist, möchte damit endlich eine lückenlose Vernetzung technischer Geräte im Haushalt schaffen, strebt zugleich aber auch eine Betriebssystem-Grundlage an, die sich sogar auf größere Projekte übertragen lässt.

 

Minimalistisches Betriebssystem für das Smart Home

Minimalistisches Betriebssystem für das Smart Home

Googles neues Betriebssystem Brillo

Das auf den Namen „Brillo“ getaufte Betriebssystem lässt sich am ehesten mit einer abgespeckten Version vom bisher bereits weit verbreiteten Android-OS vergleichen. Google geht damit ein Problem an, was vor allem bei leistungsschwächeren technischen Geräten bisher omnipräsent war: sie waren schlicht nicht leistungsstark genug, um das Android-OS zu benutzen.

Mit der neuen Abwandlung, die lediglich auf einen ausgewählten Kern als Fundament vertraut, können aber auch schwächere Geräte miteinander vernetzt und über eine zentrale Steuerung betätigt werden. Weiterhin liefert das OS eine Schnittstelle zu Android, wodurch sich die Brillo-Geräte auch anstandslos über Android-Geräte, zum Beispiel Googles Watch oder einfach ein Smartphone, bedienen lassen.

Ersten Angaben nach fokussiert sich das OS vor allem auf Geräte mit 32 MB oder 64 MB RAM-Speicher. Das könnten zum Beispiel Lampen oder Thermostate sein, aber auch Whirlpools und allgemein andere Geräte, die wesentlich weniger Ressourcen zur Verfügung haben als leistungsstarke Alternativen.

 

 

Kommunikation der Maschinen mit Weave

Ergänzend dazu wurde eine neue Sprache vorgestellt, die es Geräten erleichtern soll miteinander zu kommunizieren. Weave arbeitet mit Schemers (standardisierte Fragmente von Code) und ermöglicht den direkten „Dialog“ zwischen Geräten, die mit dem Brillo-OS betrieben werden. Entwickler erhalten APIs, um eine individuelle Schnittstelle für ihr jeweiliges Gerät zu kreieren.

Zugleich kündigt Google an, die Funktionsweisen von Weave ständig erweitern zu wollen und dabei auch Entwickler- und Nutzerfeedback zu berücksichtigen. Die Kommunikation unter Geräten lässt sich vor allem an folgendem Beispiel verdeutlichen: reagiert ein Türkontakt, kann dieser ein Signal an die vernetzten Lampen senden, damit sich diese bei Betreten automatisch einschalten, während zugleich automatisierte Rollos heruntergelassen werden. So wird das Smart Home wesentlich reaktiver und ermöglicht eine wirklich zusammenhängende Vernetzung.

Googles Smart Home Revolution könnte dem Unternehmen ein Vorreiterstellung in Eigenheimen und modernisierten Wohnungen gewähren. Das Grundgerüst mit Weave und Brillo kann aber auch nahezu grenzenlos ausgebaut werden, um es auf öffentliche Infrastruktur oder spezielle gewerbliche Branchen auszuweiten.

Weitere Informationen erhalten Sie u.a. auf der Webseite von Project Brillo oder in unserem Brillo Artikel

 

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