Hightech meets Klassik – Disklavier Enspire von Yamaha

Die Disklaviere von Yamaha werden bereits seit über dreißig Jahren hergestellt und sind mit Sensoren und Wiedergabemechaniken ausgestattet. Das neuste Modell der achten Generation wurde vor kurzem auf der IFA in Berlin vorgestellt.

 

Disklavier von Yamaha

Disklavier von Yamaha @de.yamaha.com

 

Die Vernetzung des Tastenklaviers

Das Klavier ist ein beliebtes Musikinstrument, das mithilfe einer Tastatur gespielt wird. Bei einem herkömmlichen Klavier sind die Tasten mit den, im Innern des Rahmens verarbeiteten, Hämmern verbunden, die beim Anschlag auf die Klaviersaiten schlagen und so einen Ton erzeugen. Früher war es aber immer der Musiker selber, der die Tasten und Pedale betätigen musste.

 

 

Das japanische Unternehmen Yamaha hat in seinen Disklavieren vor dreißig Jahren jedoch damit begonnen, Klaviere elektronisch zu erweitern. Dabei wurden virtuelle Klangerzeuger im Innern der Klaviere eingebaut, durch die elektronisch Töne erzeugt und auf Lautsprecher übertragen werden konnten.

Darüber hinaus wurden Steuerboxen in den Klavieren verarbeitet, die ein Klavierstück aufnehmen konnten. Das Klavier konnte sich die Tastenkombinationen also digital „merken“ und dann eigenständig wiedergeben.

Was auf den ersten Blick wie ein übergroßes Aufnahmegerät wirkt, war besonders für Musiker interessant, die ein Instrument spielen wollten und das Klavier beispielsweise als Begleitung benötigten. Das Yamaha Disklavier wurde zum Spitzenreiter auf dem Markt der Reproduktionsklaviere und ist bis heute an der Spitze geblieben. Mit dem Disklavier Enspire kommt nun die achte Modellgeneration auf den Markt und bringt einige Neuerungen mit sich, die Musikliebhaber mit Spannung erwartet haben.

 

Disklavier ENSPIRE PRO von Yamaha

Disklavier ENSPIRE PRO von Yamaha @de.yamaha.com

 

Steurung per App

Im Innern des neusten Disklavier-Modelles sind nach wie vor virtuelle Klangerzeuger verbaut, mit dem integrierten DSP-Servo-Antriebssystems und der neuen Controller-App eröffnen sich aber weitaus mehr Möglichkeiten.

Das DSP-Servo-System erkennt und überwacht die Bewegungen von Tasten, Hämmer und Pedalen und kann bereits beim Spielen Anpassungen vornehmen. Das passiert mit den integrierten Motoren, die die Tasten mit einem Stößel und dem entsprechenden Anschlag von hinten hochheben. So kann jedes Spiel präzise angepasst und Auftritte exakt wiedergeben werden. Auch Soloklavierstücke kann das Klavier eigenständig wiedergeben, die Tasten spielen scheinbar von selber.

Gespeichert wurden die Musikstücke in den elektronischen Steuerboxen der Vorgängermodelle. Diese wurden nun mit der einfach zu bedienenden Controller-App ersetzt. Die App auf dem Smartphone oder Tablet verbindet sich mit der eingebauten Wi-Fi-Verbindung im Klavier selber. Über den firmeneigenen Musicsoft-Online-Store können mehr als 6.000 Musikstücke heruntergeladen werden, das Klavier verfügt aber auch über 500 integrierte Songs. Sogar Radio und Videos können gestreamt und mit dem Klavier abgespielt werden.

Die Möglichkeiten des Playbacks sind sicherlich vor allem für Laien und Musikliebhaber interessant, die einfach nur klangvolle Klaviermusik hören wollen. Aber auch Musiker haben mit der neuen Modellreihe des Disklavier unzählige weitere Optionen für enorme Flexibilität: Neben der Möglichkeit, das eigene Klavierspiel aufzuzeichnen, können die Stücke direkt via MIDI oder USB in eine Musiksoftware eingespielt und anschließend spielend leicht digital bearbeitet werden. Yamaha hat aber auch eigene Apps für Smartphones und Tablets, wie das „Piano Diary“, das mit dem Disklavier Enspire vernetzt wird und mit der man seine Fortschritte beim Klavierspielen überwachen kann.

 

Drei verschiedene Ausführungen

Auf der IFA in Berlin wurde das neue Disklavier-Modell im September diesen Jahres vorgestellt. Dabei wurde auch das firmeneigene Multiroom-System MultiCast präsentiert, das über Wi-Fi mit den Disklavieren verbunden werden kann. Geräte, wie Verstärker und Lautsprecher können so auch in anderen Räumen genutzt werden und Musik kann im ganzen Haus ge- und abgespielt werden. Insgesamt sind bereits 23 Geräte mit MultiCast multiroomfähig, darunter HiFi-Verstärker, AV-Receiver, kabellose Lautsprecher und Soundbars.
Das Disklavier Enspire wird es in verschiedenen Ausführungen geben und zwar als Upright-Version und als Flügel in verschiedenen Größen. Die Preise beginnen ab 17.000 Euro für das aufrechte Piano, der Preis für den kleinsten Flügel beginnt bei 25.000 Euro. Weitere Informationen erhalten Sie auf Yamaha.

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