Die Zukunft der Smart Home-Industrie: Auch in fünf Jahren ein expandierender Markt?

Es ist kein Geheimnis, dass sich Smart Home-Produkte in den USA großer Nachfrage erfreuen und dort im Rahmen intelligenter Lösungen einen einflussreichen Wirtschaftszweig herausgebildet haben. Aber auch in Deutschland nimmt der Markt für Smart Home-Produkte langsam fahrt auf, sodass immer mehr Endverbraucher die Vorteile der smarten Innovationen erkennen und diese ihren Wohnbereich integrieren. Ähnlich wie in den USA werden jedoch auch hierzulande vermehrt kritische Stimmen, die eine flächendeckende Umstellung und einen weiteren Wirtschaftsanstieg des Smart Home-Marktes in Frage stellen, laut. Eine von der IHS in Auftrag gegebene Studie soll Klarheit schaffen.

 

Zukunftsvision Smart Home

Zukunftsvision Smart Home

 

Kein wirtschaftlicher Rückgang in Sicht

Ganz im Gegenteil: Aus der Studie der IHS, einem weltweit agierendem Unternehmen für Dienstleistungen, geht hervor, dass der unbändige Markt für Smart Home-Produkte in den nächsten fünf Jahren ein stärkeres Wirtschaftspotenzial als je zuvor entfalten wird. Dies sei insbesondere der Tatsache, dass einflussreiche Gerätehersteller Ihren Fokus zunehmend weg von traditionellen Non-Smart-Lösungen hin zu Smart Home-Produkten richten, zu verdanken. So ist der zu erwartende Profit für die betreffenden Unternehmen im Smart Home-Gerätemarkt wesentlich höher als in dem traditionellerem Segment.

In diesem Zusammenhang wird aus den Informationen der unabhängigen Studie außerdem deutlich, dass in der Branche ein Anstieg der aktuellen Wachstumsrate um bis zu 134 Prozent zu erwarten ist. Während im Jahr 2014 weniger als eine Millionen Einheiten aus dem Smart Home-Bereich hervorgingen, prognostiziert die Studie für das Jahr 2020 mehr als 223 Millionen Einheiten. Da die Studie jedoch ausschließlich bisher marktreife Entwicklungen wie smarte Kühlschränke, Wäschetrockner und Großküchengeräte umfasse und zu erwartende Produkte wie unter anderem intelligente Staubsauger, Mikrowellen und viele weitere Zukunftsprojekte nicht berücksichtige, könne sich die tatsächliche Anzahl gehandelter Waren im Jahr 2020 weltweit auf 700 Millionen Einheiten zuspitzen.

 

Einflussfaktoren der Smart Home-Industrie

Wichtiger Bestandteil der Studie sind drei zusammenhängende und skalierbare Einflussfaktoren, die unentwegt auf die Branche einwirken und für den vorhergesagten Ausgang entscheidend sein sollen. Dies sind vor allem interne Lenkungen und Entscheidungen von Unternehmen, die sich auch in der dynamischen Preisgestaltung zeigen können, Eingriffe des Staates sowie die Infrastruktur der beteiligten Hersteller. Diesen ordnen sich Variablen wie Standards für die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, das Wettbewerbsumfeld und der wissenschaftliche Fortschritt zur Schaffung neuer Innovationen unter. Dinesh Kithany, Senior-Analytikerin für Smart Home-Produkte von IHS, merkte weiterhin an, dass für die Prognose der Studie realistische Größen verwendet worden seien. Nichtsdestotrotz läge es zuletzt in den Händen der Hersteller, Innovationen hervorzurufen und diese in Form eines angemessenen Preisleistungsverhältnisses an den Kunden zu kommunizieren, um den prognostizierten Ausgang der Studie einzuleiten.

Die Studie verweist in einem letzten Absatz auf große Unternehmen wie Samsung und LG Electronics, die Ihren Fokus auf intelligente Lösungen legen und dabei etablierten Produkten wie mobilen Geräten und Smart-Tvs Schnittstellen zur Kommunikation mit Smart Home-Lösungen verleihen. Sowohl die für den Endverbraucher bekannten Geräte als auch Produkte des Smart Home-Bereichs werden sicherlich von dieser Art der Symbiose profitieren und großen Spielraum für zukünftige Innovationen offenlassen. In der Studie wird abschließend ein Vergleich zwischen dem mobilen und dem Smart Home-Markt gezogen und auf einen ähnlichen Wirtschaftsverlauf hingedeutet.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der IHS-Presse

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