Intel RealSense: Das Zuhause über ein Lächeln steuern?

Jeder, der zum ersten Mal auf die Intel RealSense Technologie stößt, ist sofort in ihren Bann geschlagen. Die Möglichkeiten, die ihr Ansatz bietet, scheinen grenzenlos. Insbesondere das Smart Home könnte sich dramatisch verändern und sich den Namen „intelligentes Zuhause“ wirklich verdienen – wenn auch zum Preis der pausenlosen Beobachtung. Diesen dürften viele Menschen für Intel RealSense jedoch gerne in Kauf nehmen.

 

Smarte Gerätesteuerung über Mimik.

Smarte Gerätesteuerung über Mimik.

 

Das Konzept von Intel RealSense: Gesichtserkennung und Gestensteuerung

Das Herzstück der Intel RealSense Technologie ist eine Kamera, die in der Lage ist, aus den Bildern, die sie aufnimmt, in Windeseile dreidimensionale Modelle zu erstellen und Befehle zu erkennen, die in diesen deutlich werden. Es klingt kompliziert, ist es aber nicht. Beispielsweise zeichnet man ein Haus in die Luft: Die Intel RealSense erkennt dies und stellt das Haus auf einem Bildschirm dar.

Die Befehle lassen sich frei definieren und beschränken sich nicht nur auf die Gestensteuerung. Die Technologie ist ebenfalls in der Lage, bestimmte Gesichtsausdrücke als Befehle für vorher definierte Aktionen wahrzunehmen. Welchen Nutzen dies hat, wurde bei der IFA 2015 deutlich: Im Rahmen einer Show wurde demonstriert, dass eine Kaffeemaschine beispielsweise durch ein Lächeln dazu bewegt werden konnte, einen Kaffee zuzubereiten.

 

 

Das Potenzial von Intel RealSense für das Smart Home

Das „Smile for Coffee“-Beispiel von der IFA (Digitalstrom Pressemitteilung) deutet an, welches Potenzial die Intel RealSense Technologie für das Smart Home bietet. Theoretisch ist es möglich, dem eigenen Zuhause beizubringen, dass es einem jeden Wunsch erfüllt, bevor man diesen überhaupt geäußert hat. Registriert das System beispielsweise, dass man schwitzt, wird die Heizung heruntergedreht. Friert man, wird sie wärmer. Macht man eine dramatische Geste mit der Hand, geht der Fernseher an. Zumindest in der Theorie sind kaum Grenzen gesetzt, wie man das Smart Home künftig steuern kann.

In der Praxis ist dies aber doch der Fall: Bislang gibt es ausschließlich Computer, die mit der Technologie funktionieren – sie müssen noch einmal gesondert mit den Objekten des Smart Homes verbunden werden. Zudem stellen sich einige praktische Fragen: Beispielsweise wäre zu klären, was eigentlich passiert, wenn die Kamera feststellt, dass ein Hausbewohner friert und der andere schwitzt? Nicht jedes Lächeln bedeutet den Wunsch nach einem Kaffee und kleine Kinder malen z.B. gerne mit ihren Händen in der Luft – die Ergebnisse müssen nicht sofort sichtbar werden.

 

 

 

Fazit: Intel RealSense ist die Zukunft des Smart Homes – (noch) nicht die Gegenwart

Intel RealSense bedeutet ein Wechsel der Bedienlogik für das Smart Home, der sich durchsetzen dürfte. Die Menschen werden den Komfort genießen, sehr viel weniger selbst aktiv werden zu müssen, sondern die Wünschen von den Augen und Lippen abgelesen zu bekommen. Dem Konzept gehört deshalb die Zukunft.

Mit der Gegenwart sieht es etwas anders aus: Es fehlt noch an Entwicklungen und zu viele Fragen sind nach wie vor ungeklärt. Was man erleben dürfte, ist, dass Intel RealSense nach und nach in unterschiedliche Bereiche vom Smart Home Einzug hält. Hierfür existieren schon erste Ansätze: Merken die Kameras, dass niemand im Haus ist, wird beispielsweise der Stromverbrauch angepasst. Der weitere Weg ist in jedem Fall spannend.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von Intel RealSense

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