Mehr Koordination bei Alphabet: Google Home und Nest rücken zusammen

Die Smart Home Projekte von Google und der neuen Muttergesellschaft Alphabet wirkten in letzter Zeit wenig abgestimmt, speziell was die Zusammenarbeit mit der Tochtergesellschaft Nest betrifft, die Smart Home Produkte wie den viel gelobten, intelligenten Heizungsthermostat entwickelt. Das scheint auch mit der Restrukturierung des Google-Konzerns zusammenzuhängen, denn jetzt wandern mehrere Dutzend Nest-Entwickler in das Android Team, das auch für Brillo und Weave verantwortlich ist, und damit auf die Gehaltsliste von Google.

 

Steuerung Nest Thermostat

Steuerung Nest Thermostat

 

Kräfte sammeln für Google Home

Das Stühlerücken bei den Alphabet Töchtern kommt wenige Monate nachdem Google auf der jüngsten I/O Developer Conference einen Konkurrenten für Amazons Echo mit dem Namen Google Home angekündigt hat. Es geht dem Konzern daher augenscheinlich darum, die Kräfte zu bündeln und die verschiedenen Smart Home Projekte besser miteinander zu verknüpfen.

Das erscheint besonders mit Blick auf Brillo sinnvoll. Das ist ein von Android abgeleitetes, verschlanktes IoT-Betriebssystem und ein Framework für die schnelle Entwicklung von Smart Home Anwendungen. Ein geeignetes Anwendungsfeld für dieses System ist Google Home, aber auch die bei Nest entwickelten Smart Home Devices. Gerade dort wird Brillo bisher nicht eingesetzt. Wenn jetzt die Entwicklungsabteilung der Nest-Plattform unter das Dach von Google und in die unmittelbare Umgebung des Brillo-Projekts wandert, ist eine engere Zusammenarbeit zu erwarten. Das erscheint gerade im Hinblick auf Google Home bedeutsam, denn ein solches Smart-Home-Lautsprechersystem lebt von der Interaktion mit anderen Geräten, und die ist bei Brillo ein wesentlicher Aspekt.

 

 

Was bedeutet der Abzug der Plattformentwicklung für Nest?

Die Bedeutung der Nest Labs wird sich durch den Abzug der Plattformentwickler kaum ändern. Sowohl die Verantwortung für die Hardwareentwicklung als auch für die zum Betrieb nötige Software verbleibt bei Nest. Auch die direkte Zuordnung der Tochtergesellschaft zu Alphabet bleibt erhalten. Sie ist eine Folge der Umstrukturierung des Google-Konzerns, bei der die Nest Labs aus Google herausgelöst und direkt in den neu gegründeten Mutterkonzern eingegliedert wurden. Der Umzug der Plattformentwickler stärkt aber nicht nur die Beziehung zwischen Nest und den bei Google angesiedelten Smart Home Projekten, zu denen zukünftig auch Google Home gehören wird. Die Eingliederung der Plattformentwickler in das von Hiroshi Lockheimer geleitete Android Team entlastet Nest finanziell, da sie nun von Google bezahlt werden.

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