Der Markt und die Gefahren des Smart Home

Smart Home wird sich durchsetzen, dessen sind sich Google und Apple sicher. Um den Absatz der modernen Haushaltshelfer anzukurbeln, arbeiten beide Unternehmen an massentauglichen Lösungen und schrecken auch vor spektakulären Übernahmen nicht zurück.

 

Per Smarthome den Alltag erleichtern

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Smart Home – was ist das eigentlich?

Sicher kennen Sie elektrische Thermostate für Ihre Heizung. Einmal aufgesteckt und mit wenigen Tasten programmiert, ersetzen sie den herkömmlichen Regler und sorgen dafür, dass Ihre Wohnung zu festgelegten Zeiten wohlig warm wird. Diese Vorreiter im Smart-Home-Sektor gibt es seit nunmehr zwei Jahrzehnten und mittlerweile hat sich einiges getan.

Neuartige Thermostate lassen sich per WLAN verbinden und mit dem Smartphone steuern. Feuermelder schicken SMS-Nachrichten, wenn es in der Wohnung brenzlig wird und intelligente elektrische Geräte zapfen immer dann Strom, wenn dieser nachts besonders günstig ist. Zur Kontrolle, wie gut sie arbeiten, schicken sie gleich noch einen Report ihrer Arbeit per Mail. Schöne neue Welt.

 

Apple und Google liefern sich ein Wettrüsten

Während Google Anfang 2014 für 3,2 Mrd. Dollar beim Automatisierungsunternehmen Nest Labs einstieg, das vor allem für seine vernetzten und besonders einfach zu bedienenden Thermostate und Rauchmelder bekannt ist, arbeitet Apple bereits an einer eigenen Unternehmenssparte. Basierend auf der Software „HomeKit“ entwickelt der iPhone-Gigant derzeit eine ganze Reihe von Smart-Home-Geräten. So sollen sich in Zukunft nicht nur Thermostate und Feuermelder, sondern auch Garagentore, Lampen und die Stereoanlage mit dem iPhone steuern lassen. Auch Schlüssel haben laut Apple ausgedient, Häuser der Zukunft werden mit dem Smartphone geöffnet, geklingelt wird per App. Als starke Partner hat sich Apple für seine Vorhaben bereits Honeywell, Skybell, Osram und Philips ins Boot geholt. Das große Roll-Out dürfte also nicht mehr lange auf sich warten lassen.

In amerikanischen Elektronikketten hat das Wettrüsten um die besten Smart-Home-Geräte auch ohne Apple bereits begonnen. Best Buy, Costco und Target füllen ihre Regale schon jetzt mit eigenen Smart-Home-Serien, die untereinander meist wenig kompatibel sind. Zur Weihnachtszeit dürften Auswahl und Absatzzahlen noch einmal deutlich ansteigen.

 

Potenzielle Gefahren von Smart Home

Neben all der Euphorie, die Smart-Home-Geräte bei den Herstellern hervorrufen, birgt die komplette Vernetzung auch Risiken. Wird das heimische WLAN nicht ausreichend gesichert oder geht das Smartphone verloren, haben Angreifer theoretisch die Chance, daheim den Backofen vorzuheizen, Räume lange Zeit auf 30°C zu erwärmen oder schlimmstenfalls sogar in die Wohnung zu gelangen. Ob man sein komplettes Wohnverhalten akribisch protokolliert auf amerikanischen Servern gespeichert wissen möchte, ist ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt.

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