Matrix | Ein Smart Home Hub der auf Open Source setzt

Mit dem Smart Home stellen sich grundsätzlich neue Fragen, nämlich wie die einzelnen technischen Geräten miteinander verbunden werden sollen. Und vor allem, wie sollen die Geräte auf menschliche Gesten oder auf Veränderungen in der Umwelt reagieren? Diese Probleme haben auch das amerikanische Unternehmen AdMobilize bewegt, das mit Matrix ein neues Smart-Home-Hub vorstellt, das über eine ausgefeilte Sensorik verfügen soll. Per Crowdfunding soll das Matrix finanziert werden. Eine sinnvolle Investition?

 

Abbildung des MATRIX Smart Home Hubs

Matrix Smart Home Hub @ web.admobilize.com

 

Sensorik für das Smart Home

Beim Matrix, von dem man für die Einrichtung eines echten Smart Home sicher so einige von braucht, handelt es sich um ein scheibenförmiges, mit Sensoren (Temperatur, Helligkeit, Luftfeuchtigkeit) vollgepacktes Gerät, das die Einrichtung eines Smart Home erleichtern soll. Zu diesem Zweck sollen die Matrix-Geräte mit ihren Sensoren mit anderen smarten Geräten (z.B. Nest) Informationen austauschen.

So werden auf der Kickstarter-Seite verschiedene Anwendungsfälle des Matrix gezeigt. Beispielsweise soll es möglich sein, Matrix für die Gesichtserkennung einzusetzen, um so beispielsweise die Tür (August Smart Lock) zu öffnen. Auch die Verbindung eines Matrix-Geräts mit einem TV wird in einem Video kurz dargestellt. Auch im gewerblichen Bereich, beispielsweise in der Gastronomie sollen sich Anwendungsszenarien eröffnen. So können die Sensoren erkennen, ob ein Kunde gerade eine Hand für eine Bestellung hebt und dann per Signal den Kellner hiervon in Kenntnis setzen – etwas, dass in vollen Restaurants der Metropolen dieser Welt sicher hilfreich sein kann. Auch die Bezahlung per NFC, also kontaktloser Nahfeldkommunikation, ist mit diesen Geräten möglich. Alles in allem erschließt sich also ein weites Anwendungsfeld im privaten Umfeld ebenso wie im Unternehmensbereich.

 

 

Die Technik

Kern der Matrix-Geräte ist sicher die Sensorik zur Interaktion mit der Umwelt. Insbesondere die Kamera und das Mikrofon wären hier zu nennen. Als Prozessor kommt laut Datenblatt ein Quadcore ARM-Chip zum Einsatz. Überdies sind 1 GB Arbeitsspeicher sowie 32 GB interner Speicher verbaut. Für die Einbindung in Netzwerke und die Kommunikation mit anderen Geräten des Smart Home steht Bluetooth ebenso zur Verfügung wie WLAN und sogar der Mobilfunkstandard 3G.

 

Der App-Store

Eine weitere wichtige Komponente für die Infrastruktur eines Smart Home bildet indes die Softwareseite. Auch diesen Aspekt möchten die Entwickler der Matrix-Geräte mit einbeziehen und haben eine Plattform auf der Basis von JavaScript geschaffen, auf der sich laut eigener Aussage mit nur 7 Zeilen Code eine neue App für das Matrix programmieren lässt. Drei Apps sollen aber gleich mit den Geräten ausgeliefert werden, Matrix Connect, Matrix Security und der Assistent Mia. Was die potentielle Entwicklergemeinde sicher freuen wird zu hören: Die Plattform soll dem Open-Source-Gedanken folgen.

 

Fazit

Es bleibt offen, ob das Kickstarter-Projekt überhaupt erfolgreich ist. Die gezeigten Beispiele sehen aber erst einmal viel versprechend aus. Insbesondere der Fokus auf Open-Source kann auf dem Weg zum Smart Home nur richtig sein, denn nur so kann ein offenes und freies Internet der Dinge nachhaltig entstehen. Ein App-Market – wie bei Matrix – mit einer freien API ist für die Entwicklung von Software für das Smart Home sicher der richtige Weg. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich die Matrix Geräte von AdMobilizer im bereits umkämpften Markt der Smart Home Hubs letztendlich durchsetzen werden. Einen interessanten Ansatz und Denkanstösse für die Technologie der Zukunft im Smart Home bringt Matrix auf jeden Fall mit.

Die Auslieferung des Matrix Hub soll für Unterstützer im Mai 2016 beginnen. Zur Zeit können Sie das Projekt z.B. als Early Bird mit 249$ unterstützen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Kickstarter-Webseite von Matrix

 

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