Mozilla wagt mit der SmartKitchen den Einstieg in Smart Homes

Eigentlich weltbekannt für den hauseigenen Browser „Firefox“, möchten Mozilla ihr eigenes Produktsortiment nun erweitern: und das nicht nur mit reinen digitalen Angeboten. Unter dem Begriff „SmartKitchen“ versteckt sich eine vernetzte Küche, bei der Sie sogar mit Ihrem Kühlschrank Gespräche führen können. Der sorgt sich fortan darum, was es nach der Arbeit zum Abendessen gibt.

 

Küche mit Smart Home Technologie

Küche mit Smart Home Technologie

 

Der intelligente Koch im eigenen Zuhause

Entstanden sei das Projekt SmartKitchen aus einem immerwährenden Problem, welches auch den Mitarbeitern im Hause Mozilla nicht unbekannt ist – der Frage, was es denn nach der Arbeit zum Essen gibt. Entwickleraussagen nach sei diese Frage ebenso oft gefallen wie auch die passende Antwort dazu fehlte. Entweder wussten die Entwickler nicht, was sich gerade noch im Kühlschrank befindet oder ihnen fehlte schlicht die Kreativität und Zeit, sich mit neuen Rezepten auseinanderzusetzen.

SmartKitchen soll genau bei diesem Problem ansetzen, weshalb intelligente Kühlschränke unter anderem mit einer Form von Barcode-Scannern und intelligenter Bilderkennung arbeiten sollen. So lässt sich dezentral identifizieren, was sich zentral im Kühlschrank befindet – und diese Informationen anschließend mit intelligenter Software aufbereiten.

 

Samsung Family Hub Kühlschrank mit dem Tizen System

Samsung Family Hub Kühlschrank

 

Produkte aus dem Projekt SmartKitchen sollen folglich gewissermaßen wie ein eigener Koch wirken. Die Lebensmittel und Zutaten in der Küche werden intelligent erfasst und in eine Datenbank abgespeichert, wodurch sich in Echtzeit deren Menge aktualisiert. Sobald diese Informationen von der SmartKitchen erfasst sind, greift diese auf ein angeschlossenes Kochbuch zurück, welches sogar einen Social-Aspekt besitzen soll, um den Bewohnern passende Rezepte zu liefern. Diese sind immer auf die Zutaten und Lebensmittel abgestimmt und sollen so vielfältig sein, dass die Bewohner auch regelmäßig neue leckere Kreationen entdecken können.

Das SmartKitchen System soll nach Aussagen der Mozilla Entwickler noch weitere Informationen verarbeiten können, um beispielsweise an heißen Tagen besonders leichte Speisen anzubieten, während zugleich mögliche Allergien oder Vorlieben übertragbar sind. So erhält das intelligente Kochbuch in der smarten Küche einen individuellen Faktor.

Produkte aus dem Projekt SmartKitchen sollen gewissermaßen wie ein eigener Koch wirken

 

Drei Prototypen wurden bereits angefertigt

Zwar befindet sich das Projekt SmartKitchen noch immer in den Kinderschuhen, dennoch sollen nach Aussagen von Mozilla bereits drei Prototypen intelligenter Kühlschränke die Produktion verlassen haben. In diesen wird ein weiterer Aspekt der SmartKitchen aufgegriffen: die oft völlig unnötige und unwirtschaftliche Verschwendung von Lebensmitteln. Durch die intelligente Erfassung der smarten Kühlschränke soll das Risiko überschüssiger Lebensmittel reduziert werden. Statt wieder einmal zu viel Käse oder zu viel Obst zu kaufen, können sich Bewohner ständig darüber informieren, wie viel von einem bestimmten Lebensmittel noch vorhanden ist – und anhand dieser Informationen ihren Einkauf ausrichten.

SmartKitchen ist dennoch noch immer ein sehr junges Projekt, welches offenbar erst im Juni wirklich begann. Auf dem Smart Kitchen Summit in Seattle wurde es erstmals Fachpersonen vorgestellt, die unter anderem den offenen Open-Source-Ansatz zu loben wussten. Die aktuell vorhandene Konkurrenz arbeitet vorwiegend mit geschlossenen, restriktiven Systemen.

Quelle: Connected Devices/Projects/Smart Kitchen – MozillaWiki

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