Mücke Sturm Company betont Bedeutung von Frameworks im Smart Home

Die Basis der Technologie im Smart Home sind in vielen Fällen unterschiedliche Frameworks. Nun sind Frameworks an sich nichts Neues, sondern kommen in der Programmierung schon seit Jahrzehnten zum Einsatz, doch nun hat die Consulting Agency Mücke, Sturm & Company sich die Verteilung von Frameworks, geschlossenen Ökosystemen und quelloffenen Kommunikationsstandards im Smart Home einmal genauer angesehen.

 

Mücke Sturm Company Studie: Frameworks im Smart Home

Mücke Sturm Company Studie: Frameworks im Smart Home

 

Ein Grundgerüst für die Entwicklung im Smart Home

Als User werden Sie die Frameworks, die Ihren Produkten zugrunde liegen, kaum bemerken. Vermutlich nutzen Sie auch Devices von Frameworks wie Apple HomeKit, Brillo/Weave oder Amazon IoT, ohne jemals über das Framework nachgedacht zu haben.

An sich kommt das Framework auch bereits zum Einsatz, ehe Sie das Produkt in der Hand halten. Es definiert lediglich das Grundgerüst und bietet den Entwicklern Entwurfsmuster. Diese wiederverwendbare Struktur hat auch Einfluss auf die Programmarchitektur der jeweiligen Software und Devices. Ein solches Framework dient nicht nur der besseren Strukturierung des Internet of Things, sondern kommt seit Jahrzehnten in Buchhaltungssoftware, bei Onlineshops oder in Grafikeditoren zum Einsatz.

Nun gibt es auch für den Smart Home-Markt diverse Frameworks, die sich teilweise stark in ihren Ansätzen unterscheiden. Eines ist diesen technischen Gerüsten jedoch gemein: Sie alle helfen den Entwicklern von Gadgets, Tools und Programmroutinen dabei, ihre Geräte schneller auf den Markt zu bringen. Denn so können auch neue, weniger finanzstarke Markteinsteiger schneller von einer bestehenden Basiskundschaft, welche das Framework nutzt, aber auch von einer bestehenden strukturellen Integration ihrer Geräte profitieren. Langfristigen Investments in eine grundlegende Infrastruktur der Software, sowie einer zu starken Aufsplittung des Marktes wird so vorgebeugt.

Dies hat für die Hersteller von Technik im Smart Home nicht nur den Vorteil, besonders kostengünstig zu arbeiten, sondern auch besonders schnell auf Veränderungen im Markt reagieren zu können.

Bei Frameworks liegt hier, so Mücke, Sturm & Company, auch eine Sonderstellung vor. Denn stärker noch als Kommunikationsstandards oder geschlossene Ökosysteme werden Frameworks als funktionelle Gerüste bei der Entwicklung von Smart Home und Standardisierung in Zukunft maßgebend sein.

 

Mücke Sturm Company Studienüberblick : Frameworks im Smart Home

Mücke Sturm Company : Studienüberblick

 

Strategische Bedeutung von Frameworks im Smart Home wird deutlich zunehmen

Natürlich bedeutet die Fokussierung auf das Framework im Smart Home nicht nur einen leichteren Einstieg für kleinere Wettbewerber oder über Kickstarter finanzierte Projekte, sondern bedeutet auch eine Einengung des Wettbewerbs auf mehrere große Entwickler von Frameworks.

Wie die Vergangenheit in vielen vergleichbaren, technischen Wettbewerben gezeigt hat, lehnt sich der Markt in Richtung einer klaren Fokussierung auf zwei bis drei große Wettbewerber (siehe iOS und Android).
Dass die verschiedenen Frameworks untereinander im Wettbewerb stehen ist ihrer funktionellen Ähnlichkeit geschuldet. Denn auch wenn die Ansätze sich von Framework zu Framework unterscheiden mögen, so verfolgen die Frameworks doch ähnliche Ziele bei der schnellen Implementierung und Marktreife von B2C-Produkten.

Dies bedeutet aber auch für bisherige Major Player im Smart Home eine Veränderung der Marktsituation. Galt es bisher als ausreichend, ein geschlossenes Ökosystem bereitzustellen und mit den Closed Systems des Wettbewerbs zu konkurrieren, so bieten Frameworks auch kleineren Herstellern kostengünstige Lösungen, um schnell in den Markt einzusteigen. Diese Diversifizierung des Marktes wird laut MS&C mittelfristig dazu führen, dass sich bisherige Smart Home-Hersteller dem Framework-Modell anpassen müssen.

Welches Framework sich durchsetzt, ist bisher noch nicht erkennbar. Allerdings gibt es bisher drei Marktriesen, welche ein umfassendes Paket bieten: Qivicon, Apple und Google. Dass Apple und Google hier aufgrund der Verbreitung eigener Hard- und Software in allen Bereichen des Alltags im Vorteil sind, liegt auf der Hand. Die Frameworks von Qivicon, Google und Apples HomeKit umfassen dabei Kunden, Cloud, Gateway, Kommunikationsstandard und Smart-Home-Geräte.

 

Stärkere Einbindung von Frameworks wird laut MS&C immer wichtiger

Daher spricht auch die Agentur MS&C sich eindeutig für die Implementierung von Frameworks bei Neueinsteigern am Smart Home-Markt aus. Diese Orientierung solle möglichst von Anfang an erfolgen, denn eine spätere Programm-Migration ist nicht nur kostspielig, sondern auch langwierig.

Für Sie als Kunden hat das Framework im Smart Home ebenfalls eine wichtige, wenn oft auch unsichtbare, Bedeutung. Denn ein funktionierendes Framework bedeutet nicht nur einen schnelle Integration neuer Produkte in ein vernetztes Ökosystem, sondern bietet Ihnen auch Vorteile im Service. Dies betrifft etwa die Versicherung oder den technischen Support, aber auch die Installation.

Am wichtigsten für Sie dürfte allerdings der schnelle Marktzugang einer breit gefächerten Produktauswahl für das Smart Home sein, den Frameworks Ihnen bieten.

Quelle: Flash Insight: Which frameworks can dominate the Smart Home Market? – MÜCKE STURM | COMPANY GmbH

PDF: Mücke Sturm Studie

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