Nest Cam: Google-Tochter Nest Labs bringt Sicherheitskamera

Im Nest der High-Tech Company Nest Labs aus Palo Alto im kalifonischen Silicon Valley liegen erst wenige Pretiosen. Nun wurde die Nest Cam Sicherheitskamera vorgestellt. Der neue Big Player im Smart-Home-Business belegt die fürs Geschäftsmodell ausersehene Nische mit Bedacht. Was im Herbst 2011 mit dem für die Heimvernetzung konzipierten, lernfähigen Nest Thermostat begann, setzte sich mit dem Smart Home Rauchmelder „Nest Protect“ fort.

Der Zukauf des Sicherheitskamera-Startups Dropcam im Jahre 2014 gab bereits einen wichtigen Hinweis auf den ganzheitlichen Ansatz der Nest Unternehmens-Strategie. Es ging um den Knowhow-Erwerb auf dem Gebiet der vernetzten Überwachungskameras. Offensichtlich wurde die Entwicklung der mit Risiko-Kapital gegründeten Nest Labs in der Szene aufmerksam verfolgt. Der Suchmaschinen-Gigant Google investierte im gleichen Jahr 2014 rund 3 Mrd. US-Dollar für die Übernahme der Nest Labs. Am 17. Juni 2015 wurde mit der Nest Cam das erste neue Smart-Home-Gerät seit Übernahme durch Google vorgestellt. Getreu der Nest Devise „One home. One App“ spielt die Smartphone „Nest App“ die zentrale Rolle als Mittler zwischen den Nest Produkten und den Smartphone Betriebssystemen „IOS“ und „Android.

 

Nest Cam von Google

Nest Cam von Google @ nest.com

 

Smart Home: Nest Cam übernimmt die Heimüberwachung

Unter der Bezeichnung Smart Home wird die Vernetzung von Haustechnik und Haushaltsgeräten zusammengefasst. Die intelligente Haussteuerung erfolgt oftmals über das Smartphone. Im Fokus befinden sich Aspekte wie die effiziente Energienutzung, die Optimierung der Lebens- und Wohnqualität sowie der Sicherheit. Dem Sicherheitsaspekt zuzuordnen ist „Nest Cam“, die jüngste Neuvorstellung der Google Tochter Nest Labs. Mit der 203-Gramm-Leichtgewicht setzt der bislang auf intelligente Rauchmelder und Thermostate spezialisierte Hersteller seinen Fuß auf neues Terrain.

 

Überwachungsfunktionen bei Tag und Nacht

Die neue WLAN Heimüberwachungskamera verfügt über ein Leistungsprofil, das sie für Überwachungsaufgaben bei Tag und dank Infrarot bei Nacht prädestiniert. Die Nest Cam ist über WiFi Connection schnell betriebsbereit. Das Setup dauert 60 Sekunden. Zur Kundenunterstützung hält Google einen Kundenservice bereit, der an sieben Tage rund um die Uhr funktioniert. Die Cam lässt sich an jedem beliebigen Punkt im Haus betreiben. Ein Betrieb im Freien ist aufgrund der Temperatur-Bandbreite von 0° bis 40 Grad Celsius nicht möglich.

Während die „Dropcam“ aus dem Firmenzukauf auf 720p-Videos fest gelegt ist, glänzt die Nest-Weiterentwicklung mit 1.080p Videoaufnahmen. Diese Festlegung der Auflösung trägt zum einen der Videoqualität, zum anderen der erforderlichen Geschwindigkeit im Netzbetrieb Rechnung.
Mit einem 130° Weitwinkel wird die Nest Cam ihrem Auftrag, der Überwachung von Räumen in Gebäuden gerecht.

Ohne die Internet-Verbindung mit Daten zu überfrachten, liefert die mit 3-Megapixel-Color-Sensor und 8-fach-Zoom ausgerüstete Nest Cam Videodaten in voller 1.080p HD Auflösung. Auf Wunsch werden bei verdächtigen Aktivitäten sogenannte Push-Mitteilungen versendet.

Aufgrund der zu bewältigenden Überwachungsaufgaben hat Google die Nest Cam sowohl mit Live-Video– als auch mit Archiv-Funktionen ausgerüstet. Als Basis-Modus dient das Live-Video mit Tonaufzeichnung und -wiedergabe. Optional besteht die Möglichkeit, ein kostenpflichtiges Online-Videoarchiv hinzu zu buchen. Nest Lab bietet eine 10-Tage sowie eine 30-Tage Online-Videoarchiv-Option. Die deutschen Verkaufspreise sind noch nicht veröffentlicht.

 

 

Googles Markteintritt in das Segment Smart Home – IoT

Zusammenfassend lässt sich konstatieren: Mit dem Zukauf von Nest Labs wandelt der Internet Riese Google auf Spuren, denen zuvor noch keiner der High-Tech Riesen aus dem Silicon Valley gefolgt war. Google macht damit deutlich, dass es eine maßgebliche Rolle auf dem Smart Home Marktsegment spielen möchte. Mit dem IoT-Betriebssystem „Brillo“ hat Google bereits eine Android-Version für vernetzte Geräte vorgestellt, und auch das entsprechende Kommunikationsprotokoll „Weaver“ ist bereits fertig gestellt. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Google Zukauf des Heimvernetzungs-Spezialisten Nest Lab an Bedeutung. Die Nest Cam ist dabei ein integraler Heimüberwachungs-Baustein. Die Nest Cam wird zur Zeit zum Preis von 199$ angeboten.

Update: Seit Mai 2016 hat Nest neue Partner ins Programm genommen. Die Next Cam, das Nest Thermostat und der Nest Rauchmelder sind nun kompatibel mit dem August Smart LockLifxBelkin WeMo und der Skybell Doorbell Türklingel

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Nest Cam Webseite


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