ovis von Vilisto – Die beste Lösung für die Heizungssteuerung?

Vor einigen Tagen startete die Kickstarter-Kampagne eines Entwickler-Trios aus Hamburg, das dem „Schiet-Wetter“, den Kampf angesagt hat. ovis heißt das smarte Heizkörperthermostat, das bald in ganz Deutschland für Wohlfühlklima sorgen soll. Die Idee eines klugen Thermostats, das sich bei Rückkehr der Bewohner langsam aufheizt, ist nicht neu. Das Hamburger Start-up vilisto setzt allerdings einen neuen Sicherheitsstandard – die Heizdaten verlassen das Haus nie.

 

Die drei Gründer von Vilisto

Die drei Gründer von Vilisto

 

Smarte Heizungssteuerung ist eines der heißen Themen im Bereich Hausautomation. Daher hat auch jedes Komplettsystem, wie Innogy Smarthome oder HomeMatic, vernetzte Heizungsthermostate im Programm. Das Münchener Start-up tado ist mit seiner schicken Heizungssteuerung mit Geo-Fencing auf dem Siegeszug.

Doch Vilisto könnte sie bald alle im Regen stehen lassen. Das Hamburger Start-up setzt nicht nur in Sachen Design einen hohen Standard, sondern geht auch in Punkto Sicherheit einen neuen Weg. Das ovis-Thermostat wird nicht wie bisher üblich über eine Cloud-basierte App gesteuert, sondern passt das Heizverhalten selbstlernend über Anwesenheitssensoren am Thermostat und das systemeigene Shepard Gateway an die Bedürfnisse an. Die Heizdaten werden also nicht an einen externen Server gesendet, sondern bleiben immer im Haus. Das Sicherheitsprinzip überzeugte bisher nicht nur Fans bei Kickstarter, sondern auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Start-up-Förderer InnoEnergy, die das Projekt bereits vor Kampagnenstart unterstützten.

 

 

Sicherer gleich besser?

Für viele Verbraucher, die ihre Heizdaten nicht in die Clouds der Hersteller geben möchten, scheint das ovis Heizkörperthermostat eine sehr gute Alternative zu sein. Die höhere Sicherheit hat aber aber auch ein paar kleinere Haken. Die Cloud-basierten Varianten wie tado, die mit Geofencing arbeiten, sind in der Lage zu registrieren, wenn sich der Nutzer im Radius des Hauses befindet. So wird auch der spontane Besuch bei der Freundin oder der Großeinkauf im Supermarkt im Heizverhalten berücksichtigt.

Da ovis sich nicht an der tatsächlichen Anwesenheit, sondern dem selbsterlernten Heizplan orientiert, kann es sich nicht auf spontane Abweichungen einstellen. Für diesen Fall bietet Vilisto eine zusätzliche App an, mit der man die Heizung sporadisch von unterwegs aus abstellen kann. Erst wenn aus dem neuen Verhalten eine Regelmäßigkeit wird, passt ovis den Heizplan wieder selbstständig an. Ein zweiter Nachteil ist gleichzeitig Vorteil: das ovis Heizkörperthermostat kann zurzeit nicht in Smart Home Systeme externer Hersteller integriert werden, da sie aus den genannten Sicherheitsgründen nur mit dem Shepard Gateway kommunizieren. Wer seine Heizsteuerungsgewohnheiten also ganz bei sich behalten will, für den lohnt es sich die „Insellösung“ von Vilisto mit an Bord zu holen. In der Zukunft ist diese Integration laut den Gründern allerdings nicht ausgeschlossen – allerdings nur, wenn die hohen Sicherheitsstandards von ovis eingehalten werden.

 

So sieht das installierte Gerät aus.

So sieht das installierte Gerät aus.

 

Ein fairer Kickstarter-Deal

Bis zum 8. Dezember 2016 kann man die Start-up-Idee von Christoph Berger, Lasse Stehnken und Christian Brase mit einem Betrag von mindestens 5 Euro unterstützen. Wer sich ein Starterset mit zwei Heizkörperthermostaten und dem Shepard Gateway sichern möchte, pusht die Kampagne mit 299 Euro und erhält somit einen Rabatt von 20 % zum zukünftigen UVP. Preislich bewegt sich das ovis Heizungssteuerungssystem damit im höheren Mittelfeld. Wohlfühlklima „100 % made in Hamburg“ hat eben seinen Preis.

 

Das ovis Heizkörperthermostat

Das ovis Heizkörperthermostat

Link: Weitere Informationen finden Sie auf der ovis Kickstarter-Kampagne.

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