Project Bloks – Wie Google Code und Spielzeug vermischt

Wenn Sie beim Programmieren an Nullen und Einsen und Codezeilen denken, dann müssen Sie vielleicht in ein paar Jahren umlernen. Denn derzeit bringt Google schon Kleinkindern das Programmieren bei – und setzt dabei auf ein haptisches Prinzip namens Project Bloks.
Erfahren Sie, wie die Mischung aus Bauklötzen und Code funktioniert.

 

Project Bloks - Wie Google Code und Spielzeug vermischt

 

Greifbare Software – So macht Google Code real

Programmbausteine sind in der Regel nicht ganz so wörtlich zu verstehen wie die Klötze von Project Bloks. Denn hier hat Google wichtige Konzepte der Programmiersprache in tatsächliche Bausteine übersetzt. Kinder können über Base Boards und Aufsätze (Pucks) ihre eigenen Vorstellungen mit einem Brain Board verbinden und diese werden anschließend in Code übersetzt und im Browser angezeigt.

 

Project Bloks - Wie Google Code und Spielzeug vermischt
Das Brain Board dient hierbei als Basis und Rechenzentrum von Project Bloks und basiert auf einem Raspberry Pi Zero, über Bluetooth und WLAN stellt es eine Verbindung zu angeschlossenen Geräten her.
An das Brain Board werden die Base Boards einfach angesteckt; nicht nur die Schaltung in Reihe ist möglich, sondern das Verbinden an allen vier Ecken eines Base Boards. Die Base Boards dienen dabei dem Bauklötzchencode nur als logische Anordnung der verschiedenen Pucks.

 

Project Bloks - Wie Google Code und Spielzeug vermischt

 

Richtig programmiert wird in Project Bloks nämlich erst durch die Pucks, welche den Base Boards einen Befehl zuweisen. Dieser kann etwa Musik einschalten, ein Ein-Aus-Schalter sein, eine Richtung vorgeben oder eine Lautstärke. Auch logische Verbindungen aus klassischen Programmiersprachen (Wenn…, dann…) sind so möglich.

 

Project Bloks - Wie Google Code und Spielzeug vermischt

 

Project Bloks bleibt Spielzeug, kein Computer

Project Bloks ist ein wandelbares System, das lediglich in der Rohform nach Cyberwelt aussieht. Die Klötzchen und Pucks könnten schon bald mit vielen verschiedenen Oberflächen überzogen und zu Kits zusammengefasst werden. So wirken sie tatsächlich wie Spielzeug und Kinder werden die Bauklötze nicht anders wahrnehmen. Es gibt keine komplizierten Steckverbindungen, alle Teile passen nahtlos (wie Spielzeug) ineinander.

Denn durch die einfache Anordnung von Steinen, entstehen für die Kinder reale, sofort nachvollziehbare Effekte. Kids designen ihr Spielzeug selbst und können Musikplayer konfigurieren oder ein Spielzeugauto fernsteuern.
Wie Programmieren wirkt das nicht, wenn Sie nicht den ausgegebenen Code auf dem Browser nachlesen.

Project Bloks ist eine innovative Methode, um Kinder an die logischen Abläufe des Programmierens heran zu führen und ihnen einfache, greifbare Bausteine in die Hand zu geben. So entsteht auch bei den Kleinsten ein grundsätzliches Verständnis für Abläufe in Codesprachen, derzeit befindet sich das Projekt von Google allerdings noch in der Researchphase.

 

 

Project Bloks is creating a development platform for tangible programming, to help kids develop computational thinking through playful coding experiences.

Quelle: Project Bloks – Creating a development platform for tangible programming

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