Hausautomation via Smartphone: Was kann das Smart Home-Kit von Proove?

Die Idee des „Smart Home“ ist nicht neu: Vorangetrieben durch die in den letzten Jahren schnelle Entwicklung im Segment der Smartphones, werden die einst als futuristisch erscheinenden Ideen aber erst jetzt Realität. WLAN, Smartphone oder Tablet sind in beinahe jedem Haushalt vorhanden – und könnten nun einen echten Mehrwert liefern. Geht es nach dem schwedischen Hersteller Proove AB, könnten iPhone und Co. bald die gesamte Hauselektronik steuern – ganz einfach von der Couch aus. Doch was leisten die Smart Home Geräte (Einsteigerkits) in der Praxis?

 

Einfache Hausautomation: Installation gelingt in Minuten

Angeboten werden derzeit drei unterschiedliche Start-up Kits, die die Namen „Basic„, „Medium“ und „Large“ tragen. Ob der Inhalt des Basic-Set bereits als Hausautomation oder Smart Home betrachtet werden kann, ist allerdings durchaus fraglich: Enthalten sind lediglich drei Steckdosen-Adapter, die eine Steuerung via Fernbedingung ermöglichen. Demnach können also angeschlossene Elektrogeräte ein- und ausgeschaltet werden, was allerdings keinesfalls neu ist.

Interessanter und tatsächlich zur Hausautomation geeignet sind dagegen die beiden größeren Sets: Beiden gemein ist der sogenannte „Tell Stick„, der per LAN-Kabel an den heimischen Router angeschlossen wird und die Steckdosen-Adapter per Funk steuert. Außerdem ist im mittleren Set noch ein Dimmer enthalten – praktisch, um stimmungsvolle Beleuchtung zu erzeugen.

Mit dem Kit „Large“ lässt Proove das Smart Home gänzlich Wirklichkeit werden: Enthalten ist ein Thermo/Hydro-Sensor und eine Steckdose für den Außenbereich. Die Verbindung mit dem Tellstick macht es möglich, die angeschlossenen Geräte auch von unterwegs über das Internet ein- und auszuschalten bzw. zu dimmen.

Voraussetzung ist allerdings ein Account bei Proove, der aber schnell angelegt ist. Nach einem Log-in auf start.telldus.com können die Geräte verbunden werden. Das ist glücklicherweise schnell möglich und gelingt auch absoluten Laien: Sowohl auf dem Tellstick als auch auf den Adaptern wird ein kleiner grüner Knopf gedrückt; danach geschieht die Verbindung automatisch. Diese Verbindung, die schon mit der Nutzung der WPS-Technologie via WLAN bekannt ist, gelingt auch in der Praxis vollkommen problemlos.

 

 

Vielfältige Möglichkeiten

Die eigentlich interessante Frage stellt sich aber nach der Usability: Die Hausautomation soll das Leben schließlich vereinfachen, eine problemlose Nutzung des Smart Home von Proove muss im Alltag demnach möglich sein. Dafür sorgt eine App, die für iOS, Android und BlackBerry OS verfügbar ist. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass Nutzer von Windows Phone leer ausgehen.

Via App lassen sich die Geräte natürlich ein- und ausschalten bzw. dimmen. Ist der Sensor für Temperatur und Luftfeuchtigkeit angeschlossen, können Sie sogar von unterwegs das Wetter auf dem heimischen Balkon abrufen. Auch das Bett auf dem Rückweg bereits mit der Heizdecke vorzuwärmen oder den Kaffee zu kochen, während man es am nächsten Morgen noch nicht so recht aus dem Bett geschafft hat – all dies gelingt problemlos mit dem Smartphone. Weiterhin ist ein Thermometer für Kühlschrank und Tiefkühlfach erhältlich. Damit können Sie natürlich überwachen, ob Ihre Lebensmittel tatsächlich in der richtigen Temperatur gelagert werden, der Sinn dieser Form der Hausautomation erschließt sich dennoch nicht gänzlich. Immerhin verfügt der Kühlschrank ohnehin über einen Thermostat. Eine deutliche Erwärmung ist ein Zeichen für einen Defekt – den Sie von unterwegs natürlich nicht beheben können.

Andere Add-Ons erscheinen hingegen sehr nützlich: Magnetsensoren können beispielsweise sicherstellen, dass Sie auch alle Türen und Fenster geschlossen haben. Alle Funktionen zur Steuerung des Smart Home unterstützt die App indes nicht: So hat Proove darauf verzichtet, geplante Aktivitäten zu integrieren. Bei routinemäßigen Abläufen ist es natürlich sinnvoll, elektrische Geräte per Zeitplan an- und auszuschalten. Diese Hausautomation ist leider nur über das Webinterface des Tellsticks möglich. Natürlich geht das auch via Tablet oder Smartphone, die Bedienung aus der App heraus wäre aber wünschenswert gewesen.

 

Abbildung des Start-Up Kit von Proove - Create your Smart Home

Smart Home Start-Up Kit @proovesmart.com

 

Fazit: Smart Home von Proove kann überzeugen

So bleibt am Ende dennoch ein insgesamt positiver Gesamteindruck: Smart Home ist keine hohle Phrase, sondern für jeden Nutzer einfach und vergleichsweise kostengünstig realisierbar. Das größte hier vorgestellte Starterkit kostet etwa 150 Euro und enthält bereits alles, was im Alltag sinnvoll einsetzbar ist – lediglich Magnetsensoren zur Überwachung geöffneter Fenster könnten die Hausautomation noch ergänzen.

Abseits der technischen Möglichkeiten begeistert vor allem die einfache Installation des Smart Home von Proove – bereits in wenigen Minuten ist das Set einsatzbereit. Etwas Kritik verdient die mobile App: Eine Steuerung der Geräte via Zeitplan ist hieraus bisher noch nicht möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von Proove

Kauf: Die aktuellen Vertriebsstellen  finden Sie auf Telldus (ganz unten auf der Seite). Zur Zeit können Sie Proove bei „Clas Ohlson„, „Netoonnet„, „Kjell&Company„, „Loh electronics“ und „Teknik

 

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