Neue PwC Studie – Große Wachstumschancen für Smart Home

Welche Rolle wird das Smart Home in Zukunft spielen und welche Branchen werden von den künftigen Entwicklungen profitieren? Mit diesen Fragen, die für ganz unterschiedliche Wirtschaftsbereiche von großem Interesse sind, haben sich die Experten von PwC (PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) intensiv auseinandergesetzt. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse der interessanten Studie für Sie zusammengefasst.
 

Die Nachfrage nach Smart Homes steigt

Die Nachfrage nach Smart Homes steigt


 

Smart Home – eine innovative Branche vor dem Durchbruch

Gegenwärtig spielt die intelligente Vernetzung der Haustechnik in der Praxis noch immer eine relativ bescheidene Rolle. Etwa 3 Prozent der neu gebauten oder renovierten Gebäude werden heute so ausgestattet, dass Hausgeräte und Lüftungs-, Heizungs- und Sanitäranlagen mit Hilfe moderner Kommunikationstechnologien gesteuert und auf diese Weise automatisiert betrieben werden können. Um herauszufinden, wie stark sich Smart Home in den kommenden Jahrzehnten durchsetzen wird, haben die Autoren der PwC-Studie 2014 dreißig führende Unternehmen der Bauwirtschaft und der Baustoffindustrie in Deutschland befragt.

 

Ohne einheitliche Übertragungsstandards geht es nicht

Die Antworten der Geschäftsführer und Fachleute zeigen eindeutig, dass das Interesse an innovativen Lösungen sehr groß ist. Und auch die Anwender hoffen, dass sich ihr Alltag vereinfachen wird, wenn sie zum Beispiel Heizung, Jalousien, Sicherheitskamera oder die Beleuchtung des Hauses mit Hilfe des Smartphones oder einer Fernbedienung zentral steuern können.

Dass Smart Home Lösungen trotzdem immer noch ein Nischendasein fristen, liegt vor allen Dingen am Fehlen einheitlicher Übertragungsstandards und Schnittstellen. Noch verwenden Hersteller intelligenter Haustechnik unterschiedliche Standards. Das erzeugt Unsicherheit bei den Kunden und bremst die Vermarktung.

Normungsgremien haben das Problem erkannt und arbeiten intensiv an der Festlegung einheitlicher Standards. Sind diese Hürde erst einmal überwunden, dürfte sich das Volumen des Marktes bis zum Jahre 2030 verzehnfachen – so lautet die Einschätzung der Experten. Ein Selbstläufer werden Smart Home Lösungen dann allerdings auch nicht werden. Untersuchungen zeigen, dass es noch viel zu tun gibt, um potentielle Kunden von den Vorteilen der vernetzten Haustechnik zu überzeugen und den Bekanntheitsgrad von Smart-Home-Lösungen zu steigern.

 

Hersteller von Gebäudetechnik treiben die Entwicklung voran

Am meisten werden nach Einschätzung der Fachleute die Hersteller von Gebäudetechnik vom Smart-Home-Boom profitieren. Sie gelten als die Treiber der Entwicklung. Firmen aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik wie Apple oder Sony und Internetspezialisten, die bisher keine Verbindung zur Haustechnik hatten, werden ebenfalls in diesem Segment aktiv.

Doch auch für Baufirmen, Architekten und Ingenieurbüros bietet das innovative Gebiet hervorragende Chancen. Hinzu kommen die positiven Prognosen für den Wohnungsbau, die der gesamten Branche Anlass zur Hoffnung geben. Handel und Handwerk stehen vor sehr großen Herausforderungen. Die Mitarbeiter aus diesen Bereichen müssen durch Aus- und Weiterbildung für die zukünftigen Aufgaben im Smart Home Bereich fit gemacht werden, da sie den direkten Kontakt zum Endkunden haben.

 

Fazit:

Smart Home wird in den kommenden Jahren sowohl bei der Ausstattung von Neubauten, als auch bei der Sanierung und Renovierung von Immobilien eine immer bedeutendere Rolle spielen.

Die Experten von PwC sind sicher, dass sich die Technologie in den kommenden Jahren endgültig vom Image des Nischendaseins befreien kann und zum Wachstumsmotor in den unterschiedlichsten Bereichen der Wirtschaft wird. Sie prognostizieren, dass sich das Volumen des Marktes für intelligente Haustechnik bis zum Jahre 2030 verzehnfachen wird.

Von der zunehmenden Vernetzung der Haustechnik werden nicht nur Hersteller von Haustechnik und Unterhaltungselektronik, sondern auch die Handwerks- und Dienstleistungsfirmen im Bereich der Bauwirtschaft profitieren.

Die Studie lässt sich hier kostenfrei runterladen.

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