Relayr WunderBar: Bastler-Gadget im Internet der Dinge

Das junge Startup Unternehmen relayr hat es sich zum Ziel gesetzt einen neuen Zugang zum „Internet of Things“ (IoT) zu entwickeln – die WunderBar. Denn die bisherigen Lösungen in diesem Bereich sind nicht nur oftmals viel zu teuer, sondern auch an feste Hardware und oftmals nicht frei verfügbare Schnittstellen gebunden. Mit dem WunderBar haben die Entwickler von relayr nun ein Bastler-Gadget entwickelt, welches den verschiedenen Entwicklern helfen soll auf Basis einer frei verfügbaren API verschiedene Verwendungs-Szenarien und Apps zu entwickeln.

 

Internet der Dinge

Internet der Dinge @RAWKU5 stock.adobe.com

 

Der einfache Weg für App-Entwickler

Die WunderBar hat bei der Cebit 2015 den CODE_n Award abgeräumt und damit bewiesen wie sinnvoll diese praktische Innovation sein kann. Denn die bisherige Entwicklung im Smart Home Bereich wurde vor allem von den großen Herstellern und ihren vielfach nicht flexiblen und kompatiblen Hard- und Software-Lösungen dominiert. Mit der WunderBar sind App-Entwickler jedoch nun in der Lage auf Basis einer einfachen und vor allem frei verfügbaren API die verschiedenen Informationen der Sensoren abzurufen und diese in den unterschiedlichsten Apps zu verwenden.

Dabei dient die WunderBar vor allem als Ideengrundlage und Entwicklungstool und soll nicht in den Endverbraucher-Markt gehievt werden. Der CODE_n Award bei der Cebit 2015 macht auch diesen Einsatzbereich mehr als deutlich. Doch was ist diese ominöse WunderBar eigentlich?

 

 

Ein Hauptmodul mit sechs Sensoreinheiten

Für das Internet of Things ist vor allem die Erfassung von Umgebungsvariablen ein entscheidendes Kriterium. Aus diesem Grund besteht die Entwicklung des jungen Startup relayr aus einer Haupteinheit mit sechs dazu passenden Sensoreinheiten. Die Hauptplatine ist ausgestattet mit USB-Anschluss und Wlan-Integration und dient als Schnittstelle und Empfangseinheit der von den Sensoren gesendeten Daten. Die Sensoren selber versenden die Daten verschlüsselt direkt per Bluetooth, so dass Entfernungen von 25 bis 50 Metern erreicht werden sollen.

Zwar können die Daten der Sensoren auch direkt von einem mobilen Endgerät wie beispielsweise einem Handy empfangen werden, stehen dann jedoch für die weitere und deutlich flexiblere Nutzung nicht mehr zur Verfügung. Von der Haupteinheit aus werden die empfangenen Daten ebenfalls verschlüsselt an den Server von relayr übertragen. Dies ist in sofern sinnvoll, als dass somit jede App ortsunabhängig auf die Daten zugreifen kann. Besonders dieser Punkt hat auf der Cebit 2015 für Aufmerksamkeit gesorgt und den CODE_n Award gesichert. Denn nur wenn das Internet of Things ortsunabhängig und flexibel agieren und reagieren kann wird es sich langfristig durchsetzen können.

 

relayr Wunderbar für das Internet der Dinge

relayr Wunderbar @relayr.io

 

Die Sensoren der WunderBar

Das Startup relayr hat seiner Hardware insgesamt sechs unterschiedliche Sensoren spendiert, welche auf den verschiedenen Platinen angeordnet sind. Die Platinen werden über eine Knopfzelle mit Strom versorgt und sollen somit – je nach Verbraucherverhalten – bis zu 18 Monate mit Strom versorgt werden können. Da sich die Empfangs- und Sendeintervalle der einzelnen Platinen problemlos über Bluetooth konfigurieren lassen ist es problemlos möglich diese Werte zu erreichen. Die Sensoren sind im Einzelnen:

1. Licht-, Näherungs- und Farbsensor
– Ermöglicht eine Helligkeitsmessung und somit auch die Erkennung von Tageszeiten
– Ermöglicht eine Funktion als Bewegungsmelder, beispielsweise für die Licht-Steuerung
– Ermöglicht die Identifizierung einzelner Lichtquellen mittels Farbsensor.

2. Temperatur und Feuchtigkeitssensor
– Ermöglicht das Sammeln und Auswerten von Wetterdaten, beispielsweise für die Steuerung von Heizung und Klimageräten

3. Beschleunigungssensor & Gyroskop
– Ermöglicht das Aufzeichnen und Auswerten von Bewegungs- und Positionsdaten und kann durch die Vibrationserkennung beispielsweise für die Steuerung und Auslösung von Alarmsystemen verwendet werden.

4. Infrarot Sender
– Ermöglicht das direkte und einfache Ansteuern verschiedener Endgeräte wie Radios oder Fernseher durch eine App

5. Mikrofon & Geräuschsensor
– Ermöglicht das Erkennen von Personen und kann in Zukunft für die Verarbeitung von Sprachbefehlen genutzt werden.

6. 4-Pin Anschluss für Grove-Bausteine
– Ermöglicht eine Erweiterung der Funktionalität um verschiedene Sensoren und Motor-Einheiten auf Basis der Grove-Bausteine.

Man sieht also, dass das junge Startup relayr nicht umsonst den CODE_n Award auf der Cebit 2015 abgeräumt hat. Mit diesem WunderBar wird die Entwicklung des Internet of Things spürbar nach vorne gebracht.

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