Die hausgemachte Roboter-Invasion – Maschinen im Smart Home

Das Smart Home, wie wir es heute erleben oder zumindest vorbereiten, ist vor allem von Vernetzung getrieben. Vom Thermostat bis hin zum Kühlschrank ist alles über Apps vernetzt, doch der drahtlose Informationsaustausch wirkt fast etwas rückständig im Vergleich zu dem, was die Automatisierung des Eigenheims noch bereit hält: Der Roboter-Revolution.

 

Smarter Roboter Zenbo @Asus.com

Smarter Roboter Zenbo @Asus.com


 

Spülen Roboter elektronisches Geschirr?

In der Industrie ist die Automatisierung durch Roboter längst an einem Punkt angelangt, an dem menschliche Arbeit in vielen Bereichen einfach nicht mehr praktikabel ist – man denke nur an die Fließbänder großer Produktionsketten.

Auch die nächste Generation des Smart Homes wird die Automatisierung von manueller Arbeit durch den Einsatz von Robotern auf eine neue Ebene heben. Viele, störende Arbeiten werden dann autonom vom „Haus-Kollektiv“ durchgeführt. Ein Schritt in diese Richtung ist durch die drahtlose Vernetzung des Smart Home bereits getan, jedoch geschieht dies bisher vor allem stationär – Das Thermostat kann die Temperatur regeln und der Kühlschrank weiß um seinen Bestand. Roboter, also Maschinen, die sich mit Antrieb und Drehgelenken durch unser Heim manövrieren, sind aber bereits heute in der Lage, einige einfache Arbeiten zu verrichten. Automatische Staubsauger sind längst keine Seltenheit mehr und können in ihrer eigenen, einprogrammierten Logik einen Boden rein halten.

Allerdings ist deren Anwendung noch recht begrenzt, zwar können sie bereits saugen, doch andere einfache Aufgaben werden in den nächsten Jahren hinzu kommen. Neben dem selbst reinigenden Smart Home können Roboter dann auch dabei helfen, Pflanzen zu wässern, Aquarien zu reinigen oder Nassräume zu wischen. Elektronische Haustiere können jetzt schon als bessere Spielgefährten für Kinder oder echte Haustiere eingesetzt werden.

Die Vernetzung im Smart Home nimmt den robotischen Helfern dabei einiges an Arbeit ab, denn diese müssen keine eigenen Sensoren besitzen. Eine einfache Koordination über die Rechenpower des Smart Home oder die Fernsteuerung per App übernimmt für die maschinellen Helfer die „Denkarbeit“. Das erspart nicht nur Rechenleistung, sondern vor allem auch Geld. So können vergleichsweise günstige Haushaltshilfen zentral koordiniert werden und im Haus ausschwärmen.

 

 

Form follows function

Das Bild des hilfreichen Haus-Androiden mag sich durch Science Fiction in das Kollektivbewusstsein gebrannt haben, doch in der Realität ist ein Maschinenmensch kaum praktikabel. Selbst einfache Aufgabe wie der gerade Gang fallen der Robotik noch extrem schwer, die nahe Zukunft im Smart Home wird also eher durch viele zweckgebundene Roboter bestimmt sein. Spezialisierung ist hier besser als die All-in-One-Lösung.

Die Robo-Revolution für das Smart Home wird aber in den nächsten Jahren viele einfache Tätigkeiten übernehmen und eine ähnliche Mechanik wie sie im Mars Rover oder in Boston Dynamics‘ Robo-Hund Spot zum Einsatz kommt, könnte demnächst das Smart Home managen. Und das klingt doch nach wahrer Science Fiction in den eigenen vier Wänden.

 

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