Saugroboter | Die intelligten Reinigungshelfer für das Smart Home

Gemütlich auf dem Sofa sitzen, während ein Saugroboter die Hausarbeit erledigt? Zumindest in Sachen Bodenreinigung ist dies keine Zukunftsmusik mehr, denn seit Ende der 1990er Jahre zählen Saugroboter zu den im Handel erhältlichen Haushaltsgeräten. Zahlreiche Anbieter haben sich für diesen wachsenden Markt interessiert, sodass heute eine Vielzahl an Marken und Geräten mit unterschiedlichem Stand der Technik erhältlich ist. Neben Markengeräten im mittleren dreistelligen Eurobereich gibt es auch einfache Geräte ab circa 80 Euro. Ein vollständiger Marktüberblick ist inzwischen kaum noch möglich, da immer mehr Hersteller das wachsende Interesse an einem Saugroboter erkannt haben und fleißig entwickeln und produzieren. Nach einem Einblick in die Funktion und Technik eines Saugroboters, werden daher im Anschluss die Geräte von zwei Herstellern exemplarisch vorgestellt.

 

Fleißige Haushaltshelfer – Roboter zum Saugen

Staubsaugerroboter sind meist flache, zylinderförmige Haushaltsgeräte mit einem Durchmesser von circa 30 Zentimetern. Durch die flache Bauweise können sie auch unter Möbeln saugen, sofern deren Füße hoch genug sind. Hersteller sind in Europa vor allem bekannte Haushaltsgerätehersteller. In den USA und Asien kommen die Geräte dagegen eher von Herstellern, die im Bereich der Roboter Zuhause sind. Der Markt entwickelt sich ständig weiter und so sind die heute erhältlichen Geräte zum Teil mit sehr unterschiedlicher Technik ausgestattet, die im folgenden Abschnitt genauer beleuchtet werden soll.

 

Abbildung des Kobold VR200 Saugroboters

Kobold Saugroboter @kobold.vorwerk.de

 

Saugroboter und Ihre Technik

Saugroboter arbeiten fast sämtlich nach dem Prinzip des Teppichreinigers und nutzen dazu mehrere rotierende Bürsten bzw. Walzen, welche mit Gummilippen ausgestattet sind. Für glatte Hartböden kommen gelegentlich auch statische Tücher zum Einsatz, die den Staub aufnehmen. Kaum eines der kleinen Geräte wird mit einem Staubsaugerbeutel ausgestattet. Stattdessen gibt es Auffangsboxen, deren Inhalt beutellos im Mülleimer entsorgt werden kann. Im Vergleich zu Standard-Staubsaugern ist die Saugleistung bei allen Robotern eher gering. Mit starker Verschmutzung oder großen Flächen werden die meisten Geräte daher nicht alleine fertig. Dazu trägt die zumeist auch noch sehr geringe Akku-Laufzeit bei. Selbst bei modernen Markengeräten ist nach 120 Minuten in der Regel erstmal Schluss.

Die neueren Roboter punkten allerdings zumindest dadurch, dass sie ihre Dockingstation selbstständig aufsuchen und sich von alleine aufladen. Die geringe Akkulaufzeit sorgt dafür, dass größere Wohnbereiche nur mit einem Saugroboter kaum effizient gereinigt werden können. Bei mehr als vier Räumen (hier zählen Bad, Küche und Co. übrigens mit) müssen daher ggf. mehrere Dockingstationen angebracht oder die Basisstation jeweils versetzt werden. Theoretisch wäre auch der Einsatz mehrerer Geräte möglich, doch all diese Varianten stehen aufgrund der dadurch verursachten Kosten der Rentabilität solcher Geräte im Wege.

Die Orientierung in den Wohnräumen ist ein interessantes Kapitel in Bezug auf die selbständig arbeitenden Haushaltshelfer. Bei günstigen Geräten, die gern für Einsteiger angepriesen werden, funktioniert der Mechanismus noch so einfach, wie in der Anfangszeit. Stoßen die Roboter beim Reinigen auf ein Hindernis, so drehen sie sich selbstständig in eine andere Richtung. Das ist bereits mit einer einfachen Federmechanik und ohne aufwendige Elektronik möglich. Der Stand der Technik ist allerdings inzwischen deutlich weiter.

Moderne Geräte können sich über Sensoren orientieren und speichern den Standort der Basisstation sowie Daten über die jeweiligen Räume quasi im Hinterstübchen ab. Moderne Navigationssysteme sorgen dafür, dass der Roboter problemlos jede Ecke des Raumes oder der Wohnung erwischt – und auch nach einem Ladevorgang noch weiß, an welcher Stelle im Raum es weitergehen muss.

Moderne Staubsaugerrobter können ihre Dienste quasi autonom erledigen, sofern zwischendurch einmal jemand den an der Basisstation abgeladenen Schmutz entsorgt. Absturzsensoren schützen sie vor gefährlichen Treppen – welche bei einfacheren Geräten abgesperrt werden müssen. Mittels Laser, Infrarotlicht oder Ultraschall messen diese aktuellen Saugroboter zusätzlich genau die Entfernung zu Gegenständen durch Reflexion. Damit erreichen sie jeden zu reinigenden Winkel, ohne sich fest zu fahren.

 

Welche Grenzen haben die fleißigen Helfer?

Den technischen Möglichkeiten, die die fleißigen Helfer mit in Ihr Zuhause bringen könnten, stehen nach wie vor einige „Kinderkrankheiten“ gegenüber. Wie bereits angesprochen – es gibt leistungsstärkere Sauger. Groben Dreck in zahlreichen Räumen bewältigen auch die modernen Markengeräte nicht alleine.

Haustiere sind ein Thema für sich. Ihren Haaren werden längst nicht alle Saugroboter Herr, dazu ist die Leistung zu schwach. Durch das Prinzip der rotierenden Bürsten können sich Tierhaare außerdem leicht verfangen und so die Bürsten zum Stoppen bringen. Beachtet werden sollte außerdem, dass Hund und Katz den neuen „Kollegen“ möglicherweise als Spielpartner ansehen. Damit der Roboter nicht leiden muss und sich auch kein Tier verletzt, sollten Tiere daher aus den Räumen ausgesperrt werden, in denen der Saugroboter gerade seinen Dienst verrichtet.

Kabel können ein echtes Hindernis für die Reinigungshelfer sein und die Funktion beeinträchtigen. Sie sollten daher den Fahrweg der Saugroboter nicht kreuzen. Grundsätzlich kann der Roboter umso besser arbeiten, je freier die Räume sind. In kleinen, verwinkelten Räumen können sich einfachere Geräte schnell mal festfahren, wenn sie beim Richtungswechsel genau zwischen zwei Möbelstücke geraten oder unter einem Schrank stecken bleiben. Auch flauschige Teppiche sind nicht unbedingt die besten Freunde der Reinigungshelfer, hier können sie ebenfalls in den langen Schlingen hängen bleiben. Nicht jeder Saugroboter hat Absturzsensoren, bei älteren oder günstigen Geräten müssen Treppen und andere Gefahrenstellen daher abgesperrt werden.

Wie man sieht, der Einsatz von Staubsaugerrobotern muss mitunter etwas durchdacht und vorausgeplant werden, wenn man sich nicht gerade für ein modernstes Top-Gerät entscheidet. Die Technik ist hier noch voll in der Entwicklung, von daher ist davon auszugehen, dass die Roboter nach und nach immer weiter verbessert werden und manche Probleme bald der Vergangenheit angehören.

 

Wann sind Saugroboter eine gute Wahl?

Fans vom Smart Home werden sicher auch Freude an den technischen Möglichkeiten eines Saugroboters haben. Damit man sich nicht ärgern muss, sollte aber, wenn nicht auf ein Top-Gerät, dann doch zumindest auf eine bekannte Marke zurückgegriffen werden.

Wer sich wenig in seiner Wohnung aufhält, sodass Staub die überwiegende Verunreinigung des Bodens verursacht, der ist mit einem autark arbeitenden Saugermodell ebenfalls gut bedient.

Großzügig geschnittene Wohnungen mit Räumen, die nicht übermäßig zugestellt sind und moderne Bodenbeläge sowie niederflorige Teppichböden sind das bevorzugte Einsatzgebiet der Roboter. Hier können sie ihre Fähigkeiten voll ausspielen und somit effizient arbeiten.

Als Ergänzung zum Standard-Staubsauger können Saugroboter in fast jedem Haushalt ihren Platz finden. So können die kleinen Helfer zum Beispiel während der Woche ihren Dienst verrichten, damit es stets sauber und gepflegt aussieht. Dann reicht es auch, wenn nur am Wochenende Zeit für die Hausarbeit bleibt.

 

 

VR100 und VR200 – die Vorwerk-Kobolde für das 21. Jahrhundert

Das deutsche Familienunternehmen Vorwerk mit Sitz im nordrhein-westfälischen Wuppertal hat sich durch seine funktionellen Geräte und die eifrige Marketingstrategie heute weltweit einen Namen gemacht. Der erste Vorwerk Kobold wurde im Jahr 1929 als Handstaubsauger geboren. Nach vielen Generationen brachte die Kobold Familie dann am 01.12.2011 mit dem VR100 den ersten Vorwerk Saugroboter hervor.

 

 

Der VR100 zählt mit Sicherheit zu den hochpreisigen Varianten der Saugroboter, zeichnet sich jedoch für dieses Segment durch seine Leistungsstärke aus. Er ist programmierbar und navigiert problemlos durch die Wohnung. Laut Aussage von Vorwerk kommt er dabei sogar mit Tierhaaren zurecht. Dank seines Allradantriebes überquert der Kobold VR100 auch kleine Hindernisse von bis zu 2 cm Höhe. Damit sind auch Türschwellen kein Problem. Der Lithium-Ionen-Akku hält den modernen Vorwerk Kobold bis zu 75 Minuten lang in Schwung.

Das jüngste Kind der Kobold Saugroboter Familie ist der VR200, welcher zum Preis von 749 Euro angeboten wird. Dafür kann der Kunde sich über einen vollautomatischen Reinigungshelfer freuen. Gegenüber anderen Saugrobotern präsentiert er sich als recht kraftvoll und reinigt dabei sogar unter flachen Möbelstücken und bis an die Wand zuverlässig. Hindernisse und Treppen erkennt der Kobold VR200 von alleine. Sein neues Bürstensystem, welches sich durch eine besonders schnelle Rotation (30 x pro Sekunde) auszeichnet, sorgt für eine Reinigungsleistung in bekannter Vorwerkqualität. Dabei ist der Kobold mit einer Lautstärke von maximal 70 dBA angenehm leise.

Weitere Informationen erhalten Sie auf Vorwerk
 

Smarter Saugroboter Roomba @irobot.de

Smarter Saugroboter Roomba @irobot.de


 

Erst Saugen, dann Wischen – iRobot Haushaltsgeräte

Das Unternehmen iRobot hat seinen Sitz in den USA. Im Gegensatz zu Haushaltsgerätehersteller Vorwerk kommt der Anbieter aus der Sparte der Roboterentwicklung. Mit dem Roomba bietet iRobot einen modernen Saugroboter an. Von der Einsteigerversion, dem Roomba 600 über das Mittelklassemodell Roomba 700 bis zum Highend-Produkt Roomba 800 kann der Kunde das zu ihm passende Gerät wählen. Als einer der wenigen Anbieter hat iRobot auch zwei Bodenwischgeräte auf den Markt gebracht. iRobot Scooba und iRobot Braava unterstützen ihren iRobot Roomba Kumpel dabei perfekt bei der vollständigen Bodenreingiung.

 

 

Weitere Informationen erhalten Sie auf iRobot

 

Fazit – das Ende der Fahnenstange ist beim Saugroboter noch nicht erreicht

Der Markt ist noch voll in der Entwicklung und es ist zu erwarten, dass die heute modernen Geräte zukünftig noch etwas günstiger zu haben sind. Als Zweitgerät zum vorhandenen Handstaubsauger ist der Saugroboter bereits jetzt eine sinnvolle Ergänzung. Billigprodukte machen allerdings aufgrund ihrer mangelnden Leistungsfähigkeit in der Anschaffung kaum Sinn. Es lohnt sich daher, lieber ein paar Euro mehr in ein modernes Markengerät, wie den Vorwerk Kobold oder den iRobot Roomba zu investieren. Nur so können die Vorteile von einem Saugroboter wirklich effizient genutzt werden.

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Kommentare

  1. Felix 17. Dezember 2015

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