Neue Studie: Smarthome birgt auch Datenschutz- und Sicherheitsrisiken

Die Vorzüge des vernetzten Zuhause liegen auf der Hand: Per Smartphone oder Tablet lassen sich IP-Kamera, Beleuchtung oder Heizung ansteuern – sogar von unterwegs. Doch die Vernetzung von Gegenständen, die bisher nicht in das Heimnetzwerk integriert waren, birgt auch zusätzliche Risiken. Die Ergebnisse der kürzlich veröffentlichten Smart Home Studie machen auf besondere Schwachstellen aufmerksam.

 

Steuerung des Smart Home

Steuerung des Smart Home

 

Flexibilität und Mobilität gewünscht

Selbst wer sich nur rudimentär mit dem Thema befasst, wird festgestellt haben, dass Wearables, Smart-TVs, Streaming und das Internet der Dinge derzeit im Trend liegen: Auf jeder wichtigen Messe dieser Tage steht die totale Vernetzung im Mittelpunkt; kaum eine Woche vergeht ohne Neuheiten in diesem Marktsegment. Während der Smartphone-Markt als gesättigt gilt und der Verkauf von Tablets gar rückläufig ist, versprechen sich die Hersteller von Smart Home Produkten noch Wachstumspotenzial. Der Konsument wünscht sich hingegen Mobilität und Flexibilität: Dass Streaming immer stärker das „klassische“ Fernsehprogramm ersetzt, ist nur einer der Belege für diesen Wandel. Eine von Bitkom und Deloitte initiierte Smart Home Studie belegt genau diese Entwicklung und begründet sie damit, dass der Gebrauchswert von Alltagsgegenständen durch die Vernetzung steigt.

 

Einfallstor für Einbrecher

Allerdings: Auch ein anderes Thema dieser Tage wird in der Smart Home Studie gewinnt an Bedeutung: Wer seine eigenen vier Wände umfassend vernetzt, muss sich Gedanken um den Datenschutz machen. Zunächst mag es nicht wichtig sein zu wissen, wann Licht eingeschaltet oder die Heizung heruntergedreht wird. Wenn Unbefugte an diese Daten gelangen, können sie daraus aber Bewegungsprofile erstellen. Konkret kann das bedeuten, dass ausgeschaltete Geräte darauf hindeuten, dass niemand zu Hause ist. Für einen Einbruch wäre das die optimale Gelegenheit, zumal für diesen Zweck auch gleich die in das Smart Home integrierte Alarmanlage ausgeschaltet werden kann.

 

Datengenerierung ermöglicht umfassende Benutzerprofile

Selbst wenn es nicht direkt zu einem Hack kommt, gibt die Smart Home Studie Risiken durch die umfassende Profilbildung zu bedenken. Je mehr Geräte integriert werden, desto mehr Daten werden generiert, die sich auf verschiedenen Wegen nutzen lassen. Von personalisierter Werbung über maßgeschneiderte Versicherungsangebote wäre einiges dabei; der „gläserne Kunde“ ist demnach nur noch eine Frage der Zeit. Wichtig wird es also sein zu wissen, wer die erhobenen Daten erhält und speichert – das Thema Datenschutz wird uns also auch in Zukunft begleiten.

Weitere Informationen erhalten Sie auf  bitkom Presseinformation 

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