Gateway – Zu viele „Tor-Zufahrten“ ins intelligente Zuhause

Wer damit liebäugelt, seine eigenen vier Wände zu einem Smart Home auszubauen, wird sehr bald eine neue Vokabel lernen müssen: Smart Home Gateway (zentrale Steuereinheit). Es handelt sich also um das „Tor“ zum Smart Home. Vereinfacht gesagt ist es die Steuerung der Funktionen des intelligenten Zuhauses. Und an dieser Stelle entsteht ein Problem: Gewöhnlich baut niemand sein Smart Home mit den Gerätschaften eines einzigen Anbieters, sondern setzt auf viele unterschiedliche Produkte. Jeder Anbieter hat allerdings ein eigenes Smart Home Gateway, welches häufig noch von einer zugehörigen App flankiert wird.

 

 

Bis zu acht Gateways sind keine Seltenheit

Was passieren kann, ergibt sich fast von selbst: Man hat nicht nur ein Smart Home Gateway, sondern zahlreiche entsprechende Einheiten. Bis zu acht (und teilweise mehr) solcher „Tore“ sind keine Seltenheit. Es entsteht ein großes Chaos durch dieses Dickicht. Dadurch, dass es nicht nur ein universelles Smart Home Gateway gibt, sondern zahlreiche, ist die Steuerung des intelligenten Zuhauses alles andere als clever.

Die Hersteller pochen jedoch darauf, dass sich dies nicht anders machen ließe. Schließlich könne man eine 100-prozentige Funktionalität der eigenen Hardware nur dann garantieren, wenn auch die zugehörige Software eingesetzt werden. Dies klingt zwar beim ersten Lesen verständlich, ist aber nicht wirklich befriedigend. Schließlich sollte die technische Entwicklung in der Lage sein, doch eine zufriedenstellende Lösung anzubieten.

 

Telekom QIVICON Haus

Telekom QIVICON Haus

 

QIVICON: Kann die Telekom helfen?

Ähnliches hat man sich ganz offensichtlich auch bei der Telekom gedacht. In Zeiten, als der Magento-Konzern noch ein monopolistisches Staatsunternehmen war, hätte man dort ganz natürlich ein universelles Smart Home Gateway entwickelt. Ganz so weit geht man inzwischen nicht mehr, doch zumindest präsentiert man eine Lösung, die in eine entsprechende Richtung zeigt. Diese hört auf den Namen QIVICON Smart Home Gateway. Und wenn man der Liste der Unternehmen, die im Internet als Partner genannt werden, Glauben schenken darf, wird diese „Tor“-Lösung zumindest eine deutliche Erleichterung im Smart Home Gateway Dickicht bringen. Es sind doch einige namhafte Firmen beteiligt.

Allerdings gibt es schon jetzt Zweifel, wie ernst die Telekom das Projekt überhaupt nimmt. So mahnt beispielsweise das „PC Magazin„, dass die Bonner zwar die Software entwickeln, das Gateway jedoch nicht mit Produkten des eigenen Hauses flankieren. So bleibe die Frage, wie viel Unterstützung QIVICON tatsächlich in dem Magenta-Konzern genieße? Es bleibt abzuwarten, ob derartige Befürchtungen einen realen Kern haben.

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