SmartHome Hersteller und die Sicherheit | 9 Guidelines

Nicht nur steigen die Ansprüche an Komfort und Vernetzung, auch interessieren sich immer mehr Anwender für die Sicherheit in ihrem Smart Home. Insbesondere nun, wo immer mehr Produkte auf eine lückenlose Vernetzung zurückgreifen und das Internet der Dinge für eine umfassende Vernetzung sorgt, wird Sicherheit wieder zum populären Thema für das Smart Home.

 

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Berechtigte Sicherheitsbedenken beim Internet der Dinge

Grundlos existieren diese Sicherheitsbedenken keinesfalls. Sogar das FBI hat erst kürzliche eine Warnung zur umfassenden Vernetzung mit dem Modell des Internets der Dinge ausgegeben. Während Anwender dem Smart Home als solches offen gegenüber sind, belegen Studien auch, dass sich ein Großteil der Interessenten um die eigene Sicherheit sorgt. Für Hersteller ergibt sich dadurch eine neue Herausforderung. Einerseits sollen die Smart Home Produkte Komfort bieten und das eigene Zuhause sinnvoll modernisieren, andererseits müssen sie hohen Anforderungen an die Sicherheit gerecht werden, ohne die Benutzung komplizierter zu gestalten.

9 allgemeine Guidelines wurden von einem Report des Atlantic Council herausgegeben, die sich direkt an die Hersteller richten. Die allgemeinen Richtlinien und Wege sind kaum eine Überraschung, werden heutzutage aber nach wie vor kaum erfüllt – zumindest nicht zu 100 Prozent. Der Report liefert deshalb 9 Grundlagen, die von Herstellern von Smart Home Produkten zwingend einzuhalten sind.

Sie gliedern sich wie folgt:

#1 – Sicherheit durch Design und Entwicklung

Zur eigenen Sicherheit sollte immer davon ausgegangen werden, dass jemand versucht ein Smart Home Produkt zu hacken oder in das heimische Netzwerk einzudringen. Produkte müssen folglich unter dieser Bedingung entworfen werden.

#2 – Dritte nicht rügen, sondern mit ihnen zusammenarbeiten

Wenn Dritte Sicherheitsfehler bemerken oder diese in irgendeiner Form nutzen, sollte die erste Handlung nicht der Gang zur Justiz sein. Für viele Hersteller wäre es stattdessen wesentlich lohnenswerter, mit diesen Dritten zusammenzuarbeiten, um so ein insgesamt sichereres Produkt zu entwickeln.

#3- Fehler überprüfen und nachverfolgen

Fehler eines Produktes sollten nicht einfach als solche abgehakt werden. Stattdessen gilt es diese intensiv zu verfolgen und sich so gegebenenfalls neue Informationen über andere Fehler zu verschaffen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können künftig genutzt werden.

#4 – Möglichkeit von Remote-Updates

Updates sollten zur Sicherheit der Anwender auch aus der Entfernung installiert werden können. Hersteller von Smart Home Produkten können damit garantieren, dass die eigenen Produkte auch tatsächlich mit den neuesten Updates genutzt werden. Nicht jeder Anwender ist gewillt Produkte selber zu updaten. Ein Remote-Update übernimmt diese Aufgabe für den Käufer und schafft zugleich eine einheitliche Software-Basis.

#5 – Entsprechende Automatismen um Fehler schnell zu isolieren

In der englischen Sprache spricht man von einem „Fail Safe“ – einer Sicherheitsvorkehrung, die sicherstellt, dass potentielle Schäden in einem Vakuum eingegrenzt werden. Kommt es zu einem Fehler, der die Sicherheit des Netzwerks komprimieren könnte, sollte dieser folglich nicht auf das System übergehen dürfen. Entsprechende Vorkehrungen zur Smart Home Sicherheit existieren jetzt schon beim Weave Protocol von Nest, welches lediglich die Kommunikation unter ausgewählten Geräten erlaubt.

#6 – Selbständige Bauteile identifizieren

Smart Home Hersteller sollten für die Sicherheit ihrer Produkte bestens über deren Bauteile und Funktionsweise im Bilde sein. Hersteller, die im Auftrag produzieren, sollten daher deklarieren können, welche Bauteile und Features auch ohne aktive Internetverbindung funktionieren.

#7 – Sicherheit durch Werkseinstellungen

Die Standardeinstellungen eines Gerätes sollten, zur Sicherheit der Smart Home Anwender, bereits über einen hohen Sicherheitsstandard verfügen. Auch Informationen, sie gegebenenfalls noch zu verschärfen, sollten geliefert werden.

#8 – Transparenz über gespeicherte Daten

Entwickler von Smart Home Systemen und Produkten sollten jederzeit ein Höchstmaß an Transparenz liefern. Kunden müssen verstehen, wie die eigenen Daten gespeichert und geschützt werden.

#9 – Option der Datenlöschung

Smart Home Anwender sollten außerdem Gelegenheit haben, die eigenen Daten im Falle eines Diebstahls oder bei einem Angriff auf das Netzwerk zu löschen. Informationen dazu müssen die Unternehmen bereitstellen.

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