Smarte und intelligente Waschmaschinen, die mitdenken

Bosch, Siemens, Miele und Panasonic, die führenden Hersteller von Spül- und Waschmaschinen haben seit längerem smarte Geräte, die durch eine vernetzte Steuerung die Arbeit erleichtern und den Wasser- und Reinungsmittel-Bedarf optimieren. Dadurch lässt sich Wasser, Zeit und Energie einsparen. Mittlerweile lassen sich viele Geräte sogar schon über das Smartphone steuern und denken selbstständig mit. In diesem Artikel stellen wir Ihnen einige smarte und intelligente Waschmaschinen vor.

 

Smarte Waschmaschine von Miele @Miele

Smarte Waschmaschine von Miele @Miele

 

Miele dosiert selbst und bestellt Nachschub

Der deutsche Haushaltsgeräte-Hersteller Miele begann mit dem Dosiersystemen „TwinDos“ den Weg in die smarten Elektrogeräte. Mit dem Dosiersystem in den firmeneigenen Waschmaschinen konnten die Waschmischen genau so viel Waschmittel und Weichspüler für die Wäschen einteilen, wie benötigt. Das Spülmittel wurde zuvor in die Tanks gegeben, die Dosierung übernahm anschließend die Maschine. Durch den Programm-Manager wurde auch für die Wäsche der richtige Waschgang ausgewählt.

Der nächste Schritt der Firma war die Einführung einer eigenen mobilen App, der Miele@mobile-App (iOS und Android) für Waschmaschinen, wie für den WMV960 WPS (der Kaufpreis liegt bei Amazon bei rund 2090 Euro). Auf dem Smartphone oder Tablet kann man nun Einzelheiten zum Waschgang einsehen, sowie die Menge an verfügbaren Waschmittel überprüfen. Man erhält bei Bedarf Nachrichten darüber, wenn die Waschmaschine fertig ist, aber auch, wenn das Waschmittel aufgebraucht ist. Dann kann man über den Onlineshop von Miele neues Waschmittel kaufen.

Seit kurzem gibt es die Miele@mobile-App auch für den Geschirrspüler G 6000 EcoFlex. Dieser erfüllt ähnliche Aufgaben wie bereits für die Waschmaschinen, überprüft den Stand für Klarspüler und Spülmaschinensalz, benachrichtigt, wann der Spülvorgang beendet ist und informiert, wenn das Spülmittel verbraucht ist und neu geordert werden muss. Um Gebrauch von diesen smarten Geräten zu machen, muss man allerdings auf ein Miele-Gateway Zugriff haben, das dann in der Qivicon-Vernetzung eingebunden wird und lohnt sich daher vor allem für Verbraucher, die bereits über ein umfangreicheres Smart Home verfügen.

Link: Die W1 Classic Waschmaschine (siehe Video) für ca. 1.000€ auf Amazon

 

 

Bosch funktioniert ohne Gateway

Auch Bosch produziert ähnliche Wasch- und Geschirrmaschinen, die mit der Home Connect App die Waschprogramme individuell über das Smartphone auswählen können. Dabei muss man nur eingeben, was für Wäsche gewaschen werden soll und wie schmutzig diese ist. Die passende energiesparende Waschart, Wassermenge und Dosierung des Waschmittels wählt dann die App aus. Die intuitiv nutzbare App ist dabei übersichtlich und leicht zu bedienen. Wie bei Miele füllt man nur noch die Waschmittel und Weihspüler in den jeweiligen Tank und erhält eine Nachricht, sobald diese verbraucht sind.

Anders als bei Miele ist hier kein separates Gateway nötig, die App auf dem Smartphone reicht und steuert optimale Spülprogramme, sowie den Stand des Spülmittels, inklusive Benachrichtigung, wann neues Reinigungsmittel gekauft werden muss. Die Maschinen von Bosch bieten sich vor allem für Nutzer an, die sich langsam in den Bereich des smarteren Wohnens wagen wollen und noch kein Gateway besitzen.

Bosch Home Connect Waschmaschinen:

 

Smarte Waschmaschine - [Africa Studio] stock.adobe.com

Smarte Waschmaschine – [Africa Studio] stock.adobe.com

Siemens hält für Nachzügler an

Waschmaschinen von Siemens, wie die WW 8500 für rund 1670 Euro haben eine interessante Zusatzfunktion zu der App. Ist die Maschine im heimischen WLAN-Netzwerk integriert, kann man bei Bedarf die Maschine anhalten und zusätzliche Kleidungsstücke in die Trommel geben. Das ist besonders hilfreich, wenn man ein Kleidungsstück vor Beginn des Waschgangs übersehen hat oder nur ein separates Teil ausspülen möchte. Durch diese Zusatzfunktion sollen überflüssige Waschgänge vermieden werden. Dadurch kann Wasser, Zeit und Strom eingespart werden.

Neben der Möglichkeit die Waschmaschine über das Smartphone oder Tablet zu bedienen, den Waschgang zu überwachen und zu pausieren, erhält man auch Tipps für den richtigen Waschgang. Daneben zeigt die App pro Waschgang an, wie viel Waschmittel das beste Ergebnis erzielt. Die jeweilige Menge an Waschmittel und das Befüllen der Waschmaschinen muss der Nutzer aber bei diesen Geräten selber vornehmen. Für Nutzer, die aber öfter mal Wäschestücke vergessen oder Wäsche haben, die nicht immer einen kompletten Waschgang brauchen, lohnt sich die Anschaffung einer Siemens WW 8500.

 

 

Panasonic wiegt Schmutzwäsche – ohne App

Der japanische Hersteller Panasonic hat eine andere Herangehensweise gewählt, um jeden Waschgang zu optimieren. Die smarten Maschinen, wie der NA-148 XR1, für etwa 630 Euro oder der NA-168 ZS1 für knapp 940 Euro, können die Waschmittel nicht selber dosieren, aber den passenden Waschgang selber auswählen. Dafür wird die Wäsche gewogen und die Art der Materialien durch integrierte Sensoren gemessen, anschließend wird die Wäsche mit Wasser eingeweicht. Anhand des Gewichtes, der Materialart der Wäsche und des Verschmutzungsgrades des Wassers entscheidet die Maschine dann welcher Waschgang der richtige ist. Das alles macht die Maschine automatisch und muss nicht vorher durch eine App programmiert werden. Für Verbraucher, die über kein Smartphone oder Tablet verfügen oder ein weniger smartes Gerät ohne App-Nutzung brauchen, ist eine Waschmaschine von Panasonic genau die richtige Wahl.

 

Panasonic wiegt Schmutzwäsche - [Monkey Business] stock.adobe.com

Panasonic wiegt Schmutzwäsche – [Monkey Business] stock.adobe.com

 

Alle Waschmaschinen dieser führenden Hersteller sind qualitativ sehr hochwertig und welches Gerät den Weg in die eigene Wohnung oder das eigene Haus findet, hängt sicherlich von der individuellen Erfahrung der Verbraucher mit Smart Homes ab und dem Grad an „Smartness“, den die eigene Waschmaschine haben soll.

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