Samsung SmartThings | Das offene Smart Home System

Wie zu erwarten war, hält die IFA in Berlin für Technik- und Smart Home-Begeisterte zahlreiche Neuerungen bereit. Das Samsung SmartThings System ist eine dieser Innovationen, die im Zuge der Technologiemesse in Berlin vorgestellt wurde. Wie Samsungs Sprecher Won Pyo Hong verkünden ließ, soll mit dem offen gestalteten System eine komplette Vernetzung im eigenen Zuhause möglich werden – das Internet of Things. Was das Samsung SmartThings System von anderen Herstellern unterscheidet? Vor allem diese Offenheit, dank der zahlreiche Geräte von anderen Herstellern in das Smart Home Netzwerk integriert werden können.

 

SmartThings Smart Home System von Samsung @ http://www.smartthings.com

SmartThings Smart Home System von Samsung @ http://www.smartthings.com

 

Nahezu alle Geräte im Smart Home können vernetzt werden

Unter dem „Internet of Things“ (das Internet der Dinge) verstehen die Koreaner eine nahezu vollständige Vernetzung aller technischen Anlagen und Geräte – selbst wenn diese nicht von Samsung sind und nicht in der SmartThings Produktreihe veröffentlicht werden. Der dafür zuständige Hub wurde vom gleichnamigen Unternehmen SmartThings entwickelt, welches im vergangenen Jahr für rund 200 Millionen Euro von Samsung aufgekauft wurde. Der Hub dient als die zentrale Schnittstelle zur anstandslosen Kommunikation zwischen unzähliger Geräte, ist aktuell bereits in den USA erhältlich und soll nach der Präsentation auf der IFA nun auch seinen Weg in den europäischen Handel finden.

Wie von einem vollständig vernetzten, smarten System nicht anders zu erwarten, entsteht eine geschlossene Kommunikation zwischen einzelnen Geräten, welche wiederum über mobile Apps jederzeit auch von unterwegs aus nachverfolgt werden können. Über die Videoeinsicht und passende Mitschnitte erhalten Anwender so stets einen Überblick, was gerade im Eigenheim oder im Wohnzimmer vor sich geht. Sobald einer der Samsung Sensoren eine Bewegung registriert, wenn eigentlich keiner der Bewohner gerade Zuhause sein sollte, wird sofort eine Meldung übermittelt, während eine integrierte Kamera sich automatisch anschaltet und einen Mitschnitt startet. Über Einstellungen lässt sich das SmartThings System so konfigurieren, dass dabei die Privatsphäre nicht verletzt wird. Zum Beispiel soll das System, entsprechend der Herstellerangaben, dazu in der Lage sein, unerwünschte Bewegungen von „normalen“ Bewegungen zu unterscheiden.

 

Das neue Samsung SmartThings Smart Home System

The New Samsung SmartThings Smart Home @ smartthings.com

 

Kompatibilität als großer Fokus

Samsung SmartThings präsentiert sich anders als andere Smart Home Systeme ausgesprochen offen. Offiziellen Angaben nach ist das System schon jetzt mit mehr als 200 Geräten unterschiedlicher Hersteller kompatibel, wobei diese Liste noch stetig erweitert werden soll – auch mit Blick auf etwaige Neuerscheinungen, die nicht aus dem Hause Samsung stammen. Der koreanische Technologie-Gigant setzt weiterhin auf einige starke Kooperationen – beispielsweise mit dem deutschen Autohersteller BMW. SmartThings lässt sich deshalb, bei bestimmten Automodellen der Marke, mit dem integrierten Dashboard im Auto vernetzen. So haben Sie auch während der Fahrt eine anstandslose und umfassende Kontrolle über Ihre Wohnung oder das Haus.

 

Vorgestellte Module passend zum SmartThings Hub

SmartThings vertraut aber natürlich nicht nur auf die Geräte von anderen Herstellern, sondern bietet auch viele Module an, die sich sofort mit dem Hub verbinden lassen. Die Produktpalette deckt vor allem das ab, was man in einem modernen Smart Home mit Blick auf die Module erwarten darf.

Einige der Module hier als Auswahl:

  • Arrival Sensor – erkennt Bewegungen und geöffnete Eingangstüren. UVP von $29.99
  • Water Leak Sensor – für Waschmaschine und Spülmaschine als Warnsystem. UVP von $39.99
  • Outlet – intelligente Steckdose
  • Motion Sensor – klassischer Bewegungsmelder. UVP von $39.99

All diese einzelnen Module lassen sich selbstverständlich mit anderen Geräten verbinden, um auf diese Weise automatisierte Szenen zu erzeugen. Samsung verkündet außerdem, dass das Setup dank integrierter Plug-n-Play Funktionen ausgesprochen schnell und einfach von Hand geht. Auch wird keine monatliche Gebühr zur Nutzung des Systems erhoben.

 

 

SleepSense und Addwash im Detail

Addwash soll zur stärkeren Vernetzung zwischen Waschmaschinen dienen, indem eine verknüpfte App über die einzelnen, aktuellen Waschvorgänge informiert. Analog werden Waschmaschinen ebenfalls damit erweitert. Ein angebrachter Addwash dient als separates Fenster an der Waschmaschine, wodurch Kleidung auch noch während des Waschvorgangs in die Maschine gegeben werden kann – ebenso lässt sie sich damit einfacher pausieren. In Südkorea ist das Modul schon erhältlich, in Europa soll es Ende 2015 erscheinen.

SleepSense ist ein kontaktloser Sensor für unter die Matratze, der unter anderem Atmung, Puls und Bewegungen im Schlaf messen und analysieren soll – mit einer Genauigkeit von immerhin 97 Prozent. Eine Zusammenfassung wird dann an das Handy übermittelt, um so die Schlafqualität der vorangegangen Nacht auszuwerten.

 

Fazit zum Samsung SmartThings

Die IFA gab einen ersten genaueren Ausblick über das Samsung SmartThings System. Wie das vielfach angekündigte „Internet of Things“ sich künftig noch erweitern wird, werden hingegen künftige Neuerscheinungen von Samsung zeigen. SleepSense dürfte für Personen mit Schlafproblemen zudem ein durchaus interessantes Gadget darstellen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite von Samsung SmartThings.

Preise/Verfügbarkeit: Einige Samsung SmartThings Produkte finden Sie auf Amazon (Partnerlink)

 

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