Ulo Überwachungskamera – Auslieferung im 1. Quartal 2017

Sie sieht aus wie eine Eule und hat auch den Rundumblick einer Eule. Süß könnte man meinen, ein hübsches kleines Gadget. Und doch steckt viel mehr in dem kleinen Vogel namens Ulo, der sich obendrein auch eher wie ein Wachhund verhält. Die Überwachungskamera soll nun im 1. Quartal 2017 ausgeliefert werden.

 

Ulo, die Überwachungseule

Ulo, die Überwachungseule

 

Ulo, die vielfältige Überwachungskamera im Eulendesign

Mit großen Kulleraugen schaut sie einen an. Wachsam folgt sie jeder einzelnen Bewegung. Sie kann zwar nicht sprechen aber die Sprache ihrer Augen ist schon Ausdruck genug. Ist sie zum Beispiel müde und hat nur noch wenig Energie, dann werden ihre Augenlider schwerer und schwerer. Wo andere einen Fotoapparat benötigen, da zwinkert sie einmal und hält somit Erinnerungen fest. Und wenn man einmal nicht zu Hause ist und sich dort dennoch etwas unerwartet bewegt, dann gibt sie sofort Bescheid.

Wir sprechen hier von einer Art Haustier – und es handelt sich nicht um einen Hund, sondern um eine Eule: Ulo. Und Ulo ist eine Überwachungskamera.

 

 

Ulo nimmt Emotionen als Vorlagen für technische Funktionen

Das besondere Design dieses Geräts in Form einer kleinen Eule gründet auf der faszinierenden Eigenschaft des lebendigen Vogels, den Kopf um 270° drehen zu können. Damit haben Eulen den absoluten Über- sowie Rundblick – die Idee von Vivien Muller, eine Überwachungskamera danach zu gestalten ist also gar nicht so weit hergeholt.

Der französische Designer hat sich sogar noch viel mehr dabei gedacht: Er ist der Meinung, dass der Gesichtsausdruck eines der wichtigsten Kommunikationsmittel von uns Menschen, aber auch von Tieren ist. Allein die Sprache der Augen ist ausreichend, um den Gemütszustand des Gegenübers einzuschätzen. Diese natürlichen soziobiologischen Erkenntnisse werden von ihm nun in die moderne Technik-Welt übertragen. Ein Wagnis, das gelingt.

Hinter den Gemütslagen der Eule stecken nämlich, abgesehen von einer Überwachungskamera, ausgeklügelte Funktionen von Ulo: Ein müder, ausgelaugter Gesichtsausdruck ist aus technischer Perspektive gesehen ein Hinweis darauf, dass der Akkustand sehr niedrig ist. Dank der möglichen „If This Then That“ (IFTTT) Funktion sowie der Internetfähigkeit von Ulo kann der Benutzer auch andere Abläufe automatisieren, die in bestimmten Situationen durchgeführt werden sollen.

Durch ein vorher eingestelltes IFTTT- Rezept kann man also dafür sorgen, dass beispielsweise Ulos Augen rot werden, wenn die über das Internet mit Ulo verbundene Wetterstation erhöhten Pollenflug registriert. Das zwinkernde Auge wird immer dann „ausgelöst“, wenn jemand damit ein Foto schießt. Und dank eines Bewegungsmelders erkennt Ulo, sobald jemand den Raum betritt, und folgt den Bewegungen mit den Augen.

 

Anatomie der Sicherheitskamera Ulo

Anatomie der Sicherheitskamera Ulo

 

Anbringung, Verbindungsaufbau und Nutzung von Ulo

Die persönliche Bindung zum vermeintlichen intelligenten Haustier baut der Nutzer zunächst mithilfe des WLANs auf und verbindet sein Smartphone über dieses kabellose Netzwerk mit Ulo.

Die Eule wird ganz einfach angebracht: Mittels eines kleinen Magnets kann sie sowohl drinnen als auch draußen an Wänden montiert werden. Schlechtwetterfronten machen ihr „in der freien Wildbahn“ auch nichts aus, Ulo ist wasserdicht.

Und dann kann es auch schon losgehen: Wenn der Nutzer einmal nicht zu Hause ist, schaltet er die Überwachungseule durch zweifaches Antippen scharf. Durch erneutes doppeltes Antippen wird die Alarmfunktion wieder abgeschaltet. Der Alarm schaltet sich außerdem aus, sobald sich der Nutzer über sein Smartphone mit dem Heimnetzwerk verbindet, er also nach Hause kommt. Sollte die Eule in dem Zeitraum der Abwesenheit Bewegungen vernehmen – dank Infrarot übrigens auch im Dunkeln – sendet sie diese als hochaufgelösten Video-Stream in Echtzeit in einer Email an den Nutzer. Dank eines Mikrofons sind die Aufnahmen auch mit Ton ausgestattet.

Doch selbst falls ein Einbrecher im Haus versucht die Überwachungseule abzuschalten, hat diese vorher schon längst ein Foto von ihm geschossen. Wenn er sie mitnimmt und zuhause versucht, Ulo ohne das vorher eingestellte Passwort zu bedienen, sendet das Gerät automatisch ein Foto sowie die IP- Adresse vom aktuellen Standort an den Besitzer.

Mal von dem ernsthaften Hintergrund der Überwachungskamera abgesehen – dank des bereits erwähnten Niedlichkeitsfaktors lässt sich Ulo zum Beispiel auch im Kinderzimmer als Baby-Kamera installieren.
Die Begeisterung über das Projekt von Vivien Muller ist groß. Über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert sich das Projekt seit Oktober 2015 komplett selbst. Die ersten Lieferungen sind nun für das 1. Quartal 2017 angekündigt.

Wer also eine Kamera sucht die vor Einbrechern warnt, als Babykamera dient, andere Smart Home– Geräte darüber informiert ob man gerade zuhause ist und dann auch noch so süß aussieht, sollte dieses Gadget auf jeden Fall im Kopf behalten.

Weitere Informationen sind hier zu finden.

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