Wie Computer in Zukunft unseren Alltag prägen werden

Die Zukunft gehört der künstlichen Intelligenz – zumindest, wenn es nach dem Autor Grayson Brulte geht. Er schildert in seinem auf venturebeat.com veröffentlichten Artikel, wie Computer mehr und mehr in unseren Alltag drängen und wie Sprachsteuerung die Interaktion mit ihnen revolutioniert.

 

Wie Computer in Zukunft unseren Alltag prägen werden @venturebeat.com

Wie Computer in Zukunft unseren Alltag prägen werden @venturebeat.com

 

Ein Smart Home, das Wünsche erfüllt, bevor sie entstehen

Führerlose Automobile, sprachgesteuerte Lautsprecher, autonome Haustechnik: Wirtschaft und Wissenschaft arbeiten dieser Tage fleißig daran, uns einen Blick in die Zukunft zu eröffnen. Es ist die Zukunft der künstlichen Intelligenz. Also von kleinsten, mit dem Internet verbundenen Computern, die sich in den Dingen unseres Alltags verstecken. Sie werden jeden Aspekt unserer modernen Gesellschaft ergreifen und bereichern – angefangen bei der Art, uns fortzubewegen, über die Gestaltung unserer Wohn- und Arbeitsräume bis hin zu kommerziellen Produkten und Dienstleistungen. Noch kratzen wir nur an der Oberfläche dessen, was einmal möglich sein wird. Doch schon heute sollten wir uns als Gesellschaft der Frage stellen, wie wir mit dieser künstlichen Intelligenz umgehen möchten und inwieweit sie unseren Alltag prägen soll. Grayson Brulte gibt in einem auf venturebeat.com veröffentlichten Artikel einen Ausblick, wie eine solche Zukunft aussehen könnte.

Dass künstliche Intelligenz unseren Alltag bestimmen wird, ist schon heute absehbar. Ein im Jahr 2030 geborenes Kind wird wohl kaum noch verstehen können, weshalb seine Eltern einmal einen Schalter betätigen mussten, um das Licht im Wohnzimmer einzuschalten. Es wird ihnen ähnlich gehen wie den Kindern von heute, die sich über den unerklärlichen Kellerfund eines Tonbandes wundern – die moderne Technik integriert sich so nahtlos in den Alltag, dass sie zur unhinterfragten Selbstverständlichkeit wird. Computergestütztes Wohnen, das so genannte Smart Home, zieht schon heute in viele Wohnungen ein. Künftig wird es noch intelligenter werden und stets um die Bedürfnisse und Gewohnheiten seiner Bewohner wissen. Noch bevor sie ihnen selbst bewusst sind, kann die Technik Wünsche umsetzen, Musik einschalten, die Raumtemperatur oder die Lichthelligkeit anpassen. Ganz gleich, ob Familienmitglieder oder Freunde – das Smart Home der Zukunft wird sofort bei Ankunft auf den Menschen reagieren, der das Haus betritt.

 

Magenta SmartHome kann per Sprache über Amazon Echo gesteuert werden

Magenta SmartHome per Sprache über Amazon Echo steuern

 

Sprachsteuerung, die unsere Fähigkeiten erweitert

Schon heute ist unser Alltag von Computern geprägt. Doch die fortschreitende Technisierung stand bislang vor einem großen Problem: Die Bedienung von Computern ist kompliziert und verlangt ein großes Vorwissen. Doch dank intelligenter Sprachassistenten wie dem Amazon Echo und Google Home dürfen wir schon heute einen Blick auf das wagen, was die Zukunft für uns bereit hält: Intuitive, stets verfügbare Steuerung mit der eigenen Stimme.

Sprache wird in Zukunft eine Brücke zwischen uns und den Computern darstellen, sie wird die Interaktionen mit Geräten und dem Internet erheblich erleichtern. Große Technikfirmen wie Amazon, Apple, Google und zu einem gewissen Grad auch Microsoft haben verstanden, dass die Zukunft der Benutzereingabe in der Stimme liegt. Sie investieren deshalb massiv in die technische Weiterentwicklung ihrer Sprachassistenten. Und diese Mühe lohnt sich: Die Branche der künstlichen Intelligenz erwirtschaftete im Jahr 2013 8,2 Milliarden US-Dollar, bis 2020 soll sie um 70 Milliarden US-Dollar wachsen.

Personen mit medizinisch bedingten Einschränkungen profitieren bereits jetzt vom aktuellen Stand der Technik. Amazons Alexa hilft beispielsweise Patienten in einem Frühstadium von Alzheimer dabei, ihre Erinnerung aufrecht zu erhalten. Jederzeit können sie sich mit Fragen an den Sprachassistenten richten und erhalten sofort eine Antwort.

In Zukunft wird künstliche Intelligenz eine große Rolle dabei spielen, gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten. Doch die Interaktion mit Computern wird nicht einfach nur intuitiver werden – die Kinder der Zukunft werden mit ihr von klein auf aufwachsen. Wer bereits im Alter von zwei Jahren lernt, ganz selbstverständlich mit Maschinen zu kommunizieren, wird seine Fähigkeiten mit dem wachsenden Vokabular noch massiv ausbauen können. Und auch die Maschinen werden sich mit uns entwickeln und ihre Fähigkeiten an unsere Bedürfnisse anpassen. Kinder werden in einer Welt aufwachsen, in der sie mit allem und jedem wie selbstverständlich über ihre Stimme interagieren.

 

 

Autos, die uns auf neuen Pfaden durchs Leben navigieren

Firmen, die an führerlosen Automobilen arbeiten, experimentieren damit, Sprachsteuerung und künstliche Intelligenz in ihre Modelle zu integrieren. Sie sollen das Fahrerlebnis im Auto komplett auf den Kopf stellen. Eine Beispielszene veranschaulicht die Vorteile dieser Technik: Das Meeting in der Mittagspause wurde abgesagt und ein Tisch für zwei ist gerade im Lieblingsrestaurant frei geworden. Selbständig schlägt das Automobil eine neue Route zum Restaurant vor, die Staus umgeht und in nur fünf Minuten zum Ziel führt. Den Tisch bucht es mit der Routenänderung gleich mit.

Diese Form der Intelligenz ist nicht nur ein Gewinn für den Fahrer sondern auch für eine stetig wachsende Industrie: Daten, die durch so genannte smarte Geräte erzeugt werden, fließen in einen weltumspannenden Pool, der dazu dient, Produkte und Dienstleistungen auf Zielgruppen maßzuschneidern. Die Datenindustrie wächst stetig und soll bis 2030 Werte zwischen 450 und 750 Milliarden US-Dollar generieren.

Aber wer braucht in der Zukunft der künstlichen Intelligenz überhaupt noch ein eigenes Auto? Das Smartphone schaltet den Zugang zu Mietautos berührungslos frei und stellt den Wagen sogleich auf die Präferenzen des Fahrers ein – auf diese Weise fühlt sich jedes Auto an wie das eigene. Mit selbstfahrenden Autos erübrigt sich außerdem das Problem der Parkplatzsuche, der fehlenden Stell- und Garagenplätze. Man mietet es einfach für genau die Fahrt, für die man es braucht, wird vor der Haustüre abgesetzt und das Auto fährt weiter zu seinem nächsten Kunden.

Quelle: This is what an A.I.-powered future looks like | VentureBeat | Bots | by Grayson Brulte, Brulte & Company

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