Z-Wave-Allianz kündigt strengere Sicherheitsvorgaben an

„Höchste Sicherheit“ sollen die Produkte von Smart-Home-Herstellern künftig gewährleisten, die sich im Rahmen der Z-Wave-Allianz über den drahtlosen Funkstandard miteinander verbinden lassen. Der neue Sicherheitsstandard S2 (Security 2) soll für alle Produkte verpflichtend sein, die nach dem 2. April 2017 zertifiziert werden. Mit der Einführung der neuen Rahmenbedingungen setzt die Z-Wave-Allianz neueste Sicherheitsstandards auf dem Markt für Smart-Home-Geräte.

 

Z-Wave-Allianz kündigt strengere Sicherheitsvorgaben an @ [KB3] stock.adobe.com

Z-Wave-Allianz kündigt neue Sicherheitsvorgaben an @ [KB3] stock.adobe.com

 

Schnelle Reaktion auf eine rasante Entwicklung

Die Smart-Home-Welt hat sich in den letzten Jahren unaufhörlich weiterentwickelt. Neue Produkte und zahlreiche neue Möglichkeiten fluten den Markt und das Phänomen des „Internet of Things“ wird tagtäglich erweitert und neugeformt. Immer mehr Menschen beginnen sich für den IoT-Markt und innovative Lösungen für ihr Eigenheim zu interessieren – gleichzeitig entsteht dadurch auch eine größere Angriffsfläche für Hacker und Co. Sie nutzen die Gunst der Stunde und schalten sich dort ein, wo technische Sicherheitslücken entstehen – umso wichtiger ist es, die einzelnen Produkte stets technisch so auszustatten, dass sie eben nicht anfällig sind für Interventionen durch ungebetene Gäste.

Die Z-Wave-Allianz setzt aus diesem Grund auf eine einheitliche Sicherheit, gerade wenn es wie in ihrem Fall darum geht, im eigenen Smart-Home ein robustes Netzwerk aufzubauen. Der Vorteil in der Z-Wave-Allianz liegt darin, dass viele Produkte untereinander vernetzt werden können – wenn all diese Produkte nun an die gleichen Sicherheitsvorgaben geknüpft sind, entsteht ein sicheres Netzwerk ohne potentielle Schwachstellen, die wiederum entstehen können, wenn einige Hersteller von den höchsten Standards abweichen. Im Rahmen eines verpflichtenden S2-Rahmenkonzepts soll dies nun vermieden werden.

Mitchell Klein, CEO der Z-Wave-Allianz, betont im Zusammenhang mit diesen Vorgaben besonders die Verpflichtung der Hersteller gegenüber dem Kunden, dem eine höchstmögliche Sicherheit für sein intelligentes Eigenheim gewährleistet werden soll.

 

Z-Wave Allianz will mehr Sicherheit @ [AA+W] stock.adobe.com

Z-Wave Allianz will mehr Sicherheit @ [AA+W] stock.adobe.com

 

Cybersecurity entwickelt von Experten

Die neuen Sicherheitsvorgaben wurden in Zusammenarbeit mit Experten aus der Cybersecurity entwickelt. Die Produkte, die im Rahmen der Z-Wave-Funkstandards angeboten werden, sind zwar bereits gut ausgestattet, wenn es um Sicherheit geht, dennoch lassen sich immer neue Wege der Sicherheit erschließen und Schutzschilder aufbauen. Die angezogenen Standards sollen die Systeme und Produkte noch undurchlässiger für Hacker machen. Unter der Federführung von Cybersecurity-Experten wurden Rahmenvorgaben geschaffen, die nun die Kommunikation zwischen den lokalen Heimgeräten als für die Cloud via Hub und Gateway gesichert wird, wird das Risiko eines Hackerangriffs auf Geräte im Netzwerk ausgeschlossen.

 

Smart-Home soll sicherer werden @ [Andreas Bouloubassis] stock.adobe.com

Smart-Home soll noch sicherer werden @ [Andreas Bouloubassis] stock.adobe.com

 

Und so funktioniert‘s

Über einen QR-Code oder eine PIN am Gerät selbst, soll eine eindeutige Identifizierung der Geräte im Netzwerk stattfinden. Hackangriffe wie „Man in the middle“ oder „brute force“ sollen dadurch wirkungslos werden gegenüber dem S2-Sicherheitskonzept. Z-Wave hat außerdem die Cloud-Kommunikation gestärkt: das Tunneling der Z-Wave-Kommunikation über IP-Datenverkehr verläuft über einen sicheren TLS .1-Tunnel, eine weitere potentielle Sicherheitslücke wird dadurch geschlossen.

Die Sicherheitsvorgaben werden künftig nun in das Zertifizierungsprogramm von Z-Wave übernommen, um die Einhaltung der höchsten Sicherheitsstandards für Z-Wave-zertifizierte Produkte zu gewährleisten.

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